Kontakt

Garnisonsplatz 12
01917 Kamenz
Tel. (0 35 78) 30 79 93
Fax (0 35 78) 30 79 92

Einrichtungsleiter:

Jens Petzold
Tel. (0 35 78) 30 79 93

Kapazität:
5 Jugendliche

Betreuungsalter:
16 bis 18/21 Jahre

Trainingswohngruppe Kamenz

Der Wohnbereich der Gruppe befindet sich in der ersten Etage des im Norden der Lessingstadt Kamenz gelegenen Kinder- und Jugendheims „Haus Kleeblatt". Das sanierte Gebäude, Stammhaus des Jugendhilfeverbundes Kamenzer Land, beherbergt außerdem zwei sozialpädagogische Wohngruppen und die Inobhutnahmestelle des Landkreises.
Die Jugendlichen bewohnen Einzelzimmer, die sie nach ihren individuellen Vorstellungen gestalten können. Alternativ besteht auch die Möglichkeit zum betreuten Einzel- und Zweierwohnen in angemieteten dezentralen Wohnungen.

<h1>Konzept</h1>

Das Trainingswohnen ist ein Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene in der Übergangsphase von einer stationären oder teilstationären Unterbringung hin zu einem selbstbestimmten Leben. In dieser Übergangszeit können sie ihre bisherigen Kenntnisse und Erfahrungen umsetzen, erproben und erweitern. Ziel ist es, die jungen Menschen auf dem Weg der Verselbständigung zu unterstützen, sie zur Auseinandersetzung mit ihren persönlichen Lebensentwürfen anzuregen und bei der Entwicklung von Eigenverantwortlichkeit und Eigeninitiative zu fördern. Besondere Beachtung finden Probleme der Persönlichkeitsentwicklung und der Gruppendynamik. Deshalb fahren wir jährlich zu einem »Wochenende der Stille« ins Kloster Wechselburg.
Die Gruppe wird durch zwei qualifizierte Erzieher und einen Heilerziehungspfleger betreut. Die Betreuungsintensität ist in zwei Stufen gestaffelt und orientiert sich am individuellen Bedarf der Jugendlichen. In der ersten Stufe »Innenwohnen« wird im Förder- und Entwicklungsplan Schwerpunkt und Verlauf der Hilfe festgelegt. Durch den täglichen Kontakt mit den Betreuern sind insbesondere im lebenspraktischen Bereich – bei Schulproblemen, im Umgang mit Ämtern oder bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz – gute Möglichkeiten der Unterstützung gegeben. Das Zusammenleben orientiert sich an klaren Regeln und verlangt von jedem einzelnen eine aktive und zuverlässige Beteiligung an der gemeinsamen Haushaltsführung. Regelmäßige Gruppenaktivitäten fördern das soziale Lernen.
In der zweiten Stufe »Außenwohnen« zieht der Jugendliche in eine eigene oder vom Träger gemietete Wohnung um und wird dort mindestens zwölf Monate lang bedarfsorientiert weiter betreut. Bei Bedarf wird die Betreuung auch nach Ende der Maßnahme durch das ehrenamtliche Betreuungsprojekt des Jugendhilfeverbundes ermöglicht.

<h1>Besonderheiten</h1>

Die Wohngruppe arbeitet sozialraumorientiert, steht in engem Kontakt zu den zuständigen Ämtern und arbeitet mit verschiedenen Schulen, Ausbildungseinrichtungen und Praktikumsbetrieben in Kamenz, Radeberg und Hoyerswerda zusammen. Wir achten darauf, dass sich zwischen den Jugendlichen und jungen Erwachsenen Netzwerke bilden, die gegenseitige Hilfe und Unterstützung ermöglichen. Auch später können die jungen Menschen Netzwerkteile (Ausbildung, Praktikumsstellen, Behördenkontakte) noch nutzen. Gemeinsam mit der sozialpädagogischen Wohngruppe »Am Keulenberg« ist die Trainingswohngruppe in das Projekt »eigenSTÄNDIG« zur integrativen Verselbständigung geistig behinderter Jugendlicher eingebunden.