Kontakt

Schwingereiweg 1a
09619 Mulda OT Zethau
Tel. 03 73 20/17 42

Einrichtungsleiterin:

Andrea Schmieder
Tel. 03 73 20/17 42

Kapazität:
bis zu 60 Kinder

6 Integrationsplätze

Betreuungsalter:
1 Jahr bis Schuleintritt

Sterntaler*zeit

im Kinderhaus:

Ferienpraktikum
für Schülerinnen 
und Schüler

zwischen dem 
10.07. und 04.08.17

möglich.

Bei Interesse melde
dich im Kinderhaus!
Wir freuen uns auf dich!

Gute Seele gesucht!

Ab dem 01.05.2017
ist unsere BFD-Stelle 
neu zu besetzen.

Wir wünschen uns eine 
gute Seele über 25 Jahre,
die unsere Arbeit
im Alltag unterstützt.

Wir freuen uns auf Ihre
Bewerbung!

Mehr als nur ein guter Kindergarten

05. März 2015

Mehr als nur ein guter Kindergarten

Wo Tag für Tag Kinder fröhlich lärmend ankommen, sich von ihren Eltern verabschieden oder sich für den Garten rüsten, herrschte am Dienstagabend konzentrierte Stille. Der Flur des Christlichen Kinderhauses Zethau hatte sich in eine Töpferwerkstatt verwandelt, und vier Frauen beugen sich aufmerksam über ihre Werke. Martina Schiepe zum Beispiel setzt vorsichtig ein Dach aus Ton auf ihr kleines Haus und begradigt mit einem Werkzeug die Kanten. Sie hat über das Amtsblatt von dem Töpferkurs erfahren und ist seit Anfang Januar jeden Dienstag dabei, wenn Bertram Thomas, seines Zeichens Hausmeister im Kinderhaus, zum Töpfern ruft. „Es ist sehr schön, nach langer Zeit mal wieder kreativ tätig zu werden“, sagt die Muldaerin.

Der Töpferkurs ist eines der Ergebnisse der Anschwung-Initiative „Unser Kinderhaus Zethau“. Ende September 2014 hat sich das Kinderhaus unter diesem Motto auf den Weg gemacht, ein lebendiger und attraktiver Ort für Kinder und Familien zu werden, der weit mehr bietet als nur eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung. „Wir wollen unser Haus gern öffnen und das, was Kinder und Familien an Hilfe, Förderung und Beratung brauchen, genau dort anbieten, wo Kinder und Familien sowieso sind: in unserem Kinderhaus Zethau“, bringt es die Kita-Leiterin Andrea Schmieder auf den Punkt.

Aus den vielen Ideen der Start-Veranstaltung am 30. September sind überraschend viele schon in die Tat umgesetzt. Neben dem wöchentlichen Töpferkurs kommt einmal im Monat der Friseur ins Haus, um die Kinder zu frisieren, jeden Montagnachmittag lädt eine Mutter eine Gruppe von Kindern zum Sport in der Turnhalle ein. Pro Quartal gibt es im Kinderhaus einen besonderen Samstag: der erste am 14. März (9 bis 14 Uhr) ist eine Fahrradwerkstatt, zu der alle Zethauer herzlich eingeladen sind. Im Juni findet ein Trödelmarkt statt, im September feiert das Kinderhaus seinen 30. Geburtstag, im Advent wird zum Weihnachtsbasteln eingeladen. Und auch für das nächste Jahr gibt es schon Pläne: So ist ein Tag des Handwerks ebenso vorgesehen wie ein Tag mit der Feuerwehr.

Im Laufe der nächsten Monate wird das Kinderhaus außerdem eine wetterfeste Pinnwand vor dem Haus aufstellen, an der alle Veranstaltungen, Treffs und Service-Angebote ebenso zu finden sind wie eine Dienstleistungs-Tauschbörse nach dem Motto „Putze gern Fenster, benötige Kinderbetreuung“. Die Leiterin des Kinderhauses Andrea Schmieder wird sich zur Elternberaterin ausbilden lassen, um künftig auch Beratung im Kinderhaus anzubieten. Und für Eltern soll es bald einen Elternstammtisch geben, wo man sich in einem lockeren Treffen über alle Fragen der Erziehung und des Lebens mit Kindern austauschen kann.

„In Afrika sagt man: Es braucht ein ganzes Dorf, um ein Kind zu erziehen“, erklärt Andrea Schmieder, „wir sagen: Es braucht eine ganze Kommune, um Kinder zu fördern.“ Mit den vielen neuen Angeboten, die von vielen Partnern im Ort getragen werden, ist das Kinderhaus auf dem besten Weg dahin.

 

Anschwung für frühe Chancen

„Anschwung für frühe Chancen“ ist ein bundesweites Programm zur Unterstützung von Städten und Gemeinden auf dem Weg zu mehr Kinderfreundlichkeit.

Bis Ende 2014 sind 600 lokale Initiativen in 440 Städten, Gemeinden und Landkreisen entstanden, die sich für bessere frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung einsetzen.

Das Kinderhaus Zethau wird im Rahmen der Anschwung-Initiative von einem Prozessbegleiter unterstützt. Seine Aufgabe ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure in der Gemeinde zu stärken und praktische Lösungen für die konkreten Aufgaben vor Ort zu finden.