"Denn Sie wissen nicht was wir tun?!"...

21. März 2016

… das wollen wir ändern.

Mit diesen etwas provokativen Worten haben wir am 16. März interessierte Eltern zu unserem diesjährigen Thematischen Eternabend ins Kinderhaus eingeladen. Traditionell geben wir den Eltern an diesem Abend die Möglichkeit, Einblicke in unsere pädagogische Arbeit zu erhalten und die Rolle Ihrer Kinder einzunehmen. In diesem Jahr konnten interessierte Eltern erfahren, was ihre Kinder im Wald erleben, welcher besonderer Zauber von den großen Morgenkreisen ausgeht oder wieviel Spaß es macht, das Vesper selbst zu zubereiten. 
Der theoretische Einstieg wurde begleitet von Bildern, welche die Kinder im Wald, im Morgenkreis oder bei der Vesperzubereitung zeigten und ließ die Eltern neugierig werden auf das, was sie an diesem Abend erwarten würde.
In verschiedenen Workshops waren sie anschließend eingeladen, sich auf diese pädagogischen Angebote einzulassen und sich für einen Abend wie ihre Kinder zu fühlen.

In gemütlicher  Atmosphäre bei abgedunkeltem Licht und einer gestalteten Mitte erlebten die Eltern eines der bedeutenden Rituale bei uns im Kinderhaus- Unseren großen MORGENKREIS. Dessen Inhalte werden z.B. durch die Jahreszeiten, aktuelle Themen im Kinderhaus  oder durch Themen der Kinder bestimmt.
Nach unserem Begrüßungsgedicht erzählte der kleine Zwi-Zwa-Zwerg, einer der treuen Besucher bei uns, den Eltern die Geschichte vom ungeduldigen Schneeglöckchen, welches schon beim ersten Sonnenstrahl sein Köpfchen aus der Erde steckte, aber vom kalten Wind noch recht eisig begrüßt wurde.
Durch das gemeinsame Singen des Geburtstagsliedes bekamen die Eltern auch das Gefühl von Geborgenheit und Zusammengehörigkeit, welches der große Morgenkreis den Kindern immer wieder vermittelt.

Der anschließende „Waldtag“ bot ihnen Gelegenheit, den Wald als einen Ort, der Raum für Entdeckungen, Bewegungen und sinnliche Erfahrungen bietet, kennen und schätzen zu lernen. Aus verschiedenen Naturmaterialien entstanden unteranderem fantasievolle „Bilderrahmen“, welche man nun im Eingangsbereich unseres Gartens bewundern kann.
Die Bewegungsgeschichte vom „Regenwurm Klaus“ lud zum Mitmachen ein. Die Eltern ließen sich inspirieren und ermutigen, diese selbst auszuprobieren.

Der Regenwurm Klaus

„In einem kleinen Erdenhügel wohnt ein Tier, ganz ohne Flügel.
Ganz langsam kriecht er dort heraus, der Regenwurm mit Namen Klaus.
Schiebt sich zuerst den Arm hinauf, ganz langsam und mit viel Geschnauf.
Kriecht weiter auf den Kopf ganz munter und am anderen Arm wieder herunter.
Auf den Bauch kriecht dieser Wicht und plötzlich sitzt er im Gesicht.
Wie das kitzelt, ich muss niesen, da landet der Klaus vor meinen Füßen.
Ich heb ihn auf und steck ihn fein schnell in das Erdloch wieder rein.“

Für die kulinarischen Momente an diesem Abend sorgten die Eltern mit der Zubereitung  eines bunten Salats, Minipizzen und eines Honigjoghurts, welche beispielhaft für unser Vesperangebot stehen. Im Anschluss an die Workshops wurde selbstverständlich alles gekostet.
Natürlich war in jedem Workshop neben dem praktischen Tun, Gelegenheit sich auszutauschen und Fragen zu stellen.
Mit unserem Segensspruch, welcher uns am Ende eines jeden großen Morgenkreises gute Wünsche mit auf den Weg gibt, verabschiedeten wir uns an diesem Abend voneinander.
Wir waren fasziniert und berührt, wie intensiv und mit welcher Freude, sich die Eltern auf diesen Abend einlassen konnten. Ihr abschließend eindeutiges positives Fazit lässt uns dankbar sein und macht Lust, auch im nächsten Jahr erneut zu einem derartig bunten und lebendigen Elternabend einzuladen.