"Wir gehen ins Kloster..."

18. Juli 2016

Was für Nonnen und Mönche oftmals Verzicht bedeutete, sollte für uns zu einer Bereicherung werden.
Am 12. Juli begaben sich unsere “Wackelzähne“ erneut auf Spurensuche in ihrer Heimat. Diesmal wollten sie Geschichten rund um das Zisterzienser Nonnenkloster in Frankenhausen, einem Ortsteil von Crimmitschau, erfahren. Das Kloster ist eines von wenigen Klöstern in Sachsen, welche von seinen Gebäuden her noch vollständig erhalten sind. Der komplette Gebäudekomplex steht unter Denkmalschutz.
Der Stadtbus brachte uns recht schnell an unser Ziel. Nach einem kleinen Spaziergang rund um den Hofteich wurden wir schon von Herrn Fierke erwartet. Er ist Mitglied des Vereins „Sächsischer Heimatschutz Frankenhausen e.V.“, dessen Anliegen es ist, die über 900-jährige Geschichte der Klosteranlage zu pflegen und die zum Teil schon 600 Jahre alten Klostergebäude als geschütztes Denkmal zu erhalten.
Herr Fierke ließ in seinen Erzählungen die Geschichte des Klosters wieder lebendig werden.  Wir durften uns sogar in den schon sanierten Räumlichkeiten der Klosterschule umschauen. Die dicken Mauern und tollen Gewölbedecken beeindruckten uns. Beim Rundgang um das Kloster entdeckten wir weitere zahlreiche Gebäude, welche leider mit den Jahren verfallen sind. Sogar eine Wassermühle und eine Schnapsbrennerei gab es damals, welche allerdings vor einiger Zeit leider abgerissen werden musste. Das ebenfalls sanierte Kellerberghaus mit seinen unterirdischen Gängen, welche der Sage nach bis fast nach Neukirchen reichten, weckte unsere Neugier.
Mit einem kräftigen Picknick stärkten wir uns anschließend für unseren Spaziergang zurück ins Kinderhaus.

Herzlichen Dank an Herrn Fierke, welchem es mit Geduld und Sachverstand gelungen ist, die Kinder und die Erwachsenen für die Geschichte des Klosters zu begeistern und damit unser Wissen über unsere Heimat zu bereichern. Wir wünschen dem Verein weiterhin viel Erfolg bei der Erhaltung und Sanierung  dieses beeindruckenden Gebäudekomplexes. So gelingt es wertvolle Zeitgeschichte unserer Heimat bis in die Gegenwart zu bewahren.