Warten auf den Frühling im Naturkinderhaus Mulda

24. April 2017

"Immer wieder kommt ein neuer Frühling" schallte es in letzter Zeit oft aus den Räumen im Naturkinderhaus Mulda. Nur wann er denn in diesem Jahr so richtig Einzug hält, hat er den Kindern noch nicht verraten. In den Gruppen wurde die Wartezeit mit der Bastelei von Kressetieren oder lustigen Grasköpfen verkürzt. Mit Liedern stimmten sich die Kinder auf die Jahreszeit ein, bereiteten das Osterfest vor und begaben sich das ein oder andere Mal in den Wald, um nach ersten Anzeichen des Frühlings zu suchen. Selbst die jüngsten Kinder im Haus waren mit Hilfe der Erzieherinnen kreativ und holten sich einfach den Frühling in die Räume. Nachdem der Hausmeister kleine Schälchen mit Erde gefüllt hatte, durften die Kleinen aus den Sonnenstrahlen diese mit Grassamen befüllen. Nach regelmäßigen Gießen und Wachstumsbeobachtungen staunten die Kinder, als die Schälchen gut gefüllt mit grünem Gras und ein bisschen Frühlingsdekoration stolz mit nach Hause genommen werden konnten. Handabdrücke an den Fenstern wurden zu Frühlingsblumen an den Fenstern, bunt gefärbte Eier schmückten die Flure und die Omas und Opas waren zum traditionellen Osterbasteln eingeladen. In gemütlicher Runde wurden die Osterkörbchen für die Krippen- und Kindergartenkinder wieder von den Großeltern gebastelt. Viele Großeltern nutzen die Gelegenheit, um mit den Erzieherinnen ins Plaudern über ihre Enkel zu kommen und nebenbei konnte von den Kindern selbst gebackener Kuchen verkostet werden. Die Kinder bekamen so zum Osterfest liebevoll gestaltete Körbchen und die Omas und Opas freuen sich darüber uns auf diese Weise helfen zu können. Großes Dankeschön an alle fleißigen Bastelhände.

Kutsch- statt Schlittenfahrt für die Waldlichtungs- und Blumenwiesenkinder

Eine Schlittenfahrt kann noch so gut geplant sein und ist trotzdem vom Wetter abhängig. Eigentlich wollten beide Gruppen gemeinsam eine Pferdeschlittenfahrt im Holzhauer Wald genießen, aber just zum angesetzten Termin war das Wetter den Ausflüglern nicht mehr hold. Die Fahrt wurde verschoben und konnte jetzt im Frühling nachgeholt werden. Mit dem Zug ging es nach Clausnitz und dort gab es zur Stärkung erst einmal ein Frühstück, was dankenswerter Weise unsere ortsansässige Kollegin Heike organsiert hat. Mit zwei Pferdekutschen ging es anschließend durch den Wald Richtung Holzhau. Unterwegs erfuhren die Kinder noch viel Wissenswertes über die Pferde und der Kutscher kannte sogar noch eine spannende Geschichte über einen Höhleneingang, der von Rechenberg-Bienenmühle zur Burg nach Frauenstein führt. Ob dies wohl stimmen mag, können die Kinder mit ihren Eltern selber nachforschen. "Weißt du noch, als wir mit der Kutsche gefahren sind" tönt es manchmal noch in den Räumen oder bei den Kindern zu Hause und wird so bei  diesen noch eine Weile  in guter Erinnerung bleiben. Unser Dank gilt den Senioren der Weihnachtsfeier im Café Flora, die mit ihrem Spendengeld ebenso zum Gelingen beigetragen haben wie die Großeltern beim Oma-Opa-Nachmittag.

Kuchen im Ei und so manche andere Osterferienspielerei

Auch wenn es wettermäßig sich mal wieder wie Winterferien anfühlte, so stand doch Ostern vor der Tür und die Hortkinder hatten ein paar freie Ferientage zum Erholen zur Verfügung. Da der erste Ferientag noch vor dem Feste lag, stand "Kuchen im Ei" auf dem Ferienplan. Statt die mitgebrachten ausgeblasenen Eier zu bemalen, wurde diese mit Muffin-Teig gefüllt und im Ofen gebacken. Anschließend konnten die Kinder ihre Eier noch österlich dekorieren und ihre Familien mit diesem kreativen Backwerk zu Hause überraschen. Nach den freien Festtagen zu Hause wollten wir die Ferienwoche mit einem Osterspaziergang in Mulda beginnen. Ein wildes Schneetreiben setzte dem Ausflug ein vorzeitiges Ende und zwang die Gruppe zum Umkehren. Den nächsten Tag konnten die Kinder dann mit mitgebrachten Spielzeug in den warmen Räumen des Hortes genießen. Die Kinder hatten ihre beliebten Ninjagokarten im Gepäck, aber auch Brett- und Knobelspiele, elektronische Bewegungsspiele, Pferde, Traktoren und ferngesteuerte Autos. Für diese Kettenfahrzeuge, LKWs und Autos bauten wir einen Papp-Bausteine-Parcours und nutzten unseren langen Flur für ausgiebige Testfahrten. Nebenbei gab es fleißige Helfer, die mit in der entstehenden Holzwerkstatt werkelten, damit diese bald richtig in Betrieb genommen werden kann. Höhepunkt der Woche war ein Ausflug zum Ziegenhof nach Zethau. Mit Sonnenschein ging es bei kühlen Temperaturen über die Karlshöhe nach Zethau. "Das war anstrengend, aber den Ziegen hat es Spaß gemacht." meinte Mia hinterher dazu. Die Hofbäuerin Frau Wokurka erklärte einiges über ihre 130 Schützlinge im Stall und währenddessen versuchten die Kinder, vorsichtig Kontakt aufzunehmen. Einige Ziegen ließen sich geduldig streicheln, während andere lautstark den Einsatz ihrer Hörner demonstrierten. Felix hat seine Ziege "Weltmeister" genannt, nachdem er erfuhr, dass die Tiere alle keinen Namen haben. Das Ziegen sogar Husten und Niesen können, wird Alina abends noch beeindruckt ihren Eltern erzählt haben. Nach einer extra Ration frischen Heus für alle kleinen Zicklein ging es entspannt zurück übern Berg nach Mulda. Im Sommer werden die Zicklein dann zwar nicht mehr ganz klein und niedlich sein, aber wir wollen dem Hof gerne wieder mal besuchen und sind gespannt ob "Weltmeister" und "Mäxchen" dann von den Kindern wiedererkannt werden.

 

Bianca Beyer