Wenn in den Winterferien Winter ist,

01. März 2017

dann freut es die Kinder im Hort des Naturkinderhauses Mulda besonders. Anders als in den vergangenen schneearmen Winterferien konnten wir so diesmal in der ersten Woche noch den Schnee aktiv genießen. Höhepunkt war dabei das Rodeln in Holzhau. Schon alleine das Zug fahren ist für die meisten Kinder  immer wieder aufregend. In Holzhau  ging es dann zur "Bergstraße 10", wo wir uns Schlitten ausgeliehen haben, um auf dem gegenüberliegenden Hang zu fahren. Da der Berg doch um einiges höher und länger war als in Mulda, durften die Po-Rutscher von der Hälfte fahren und nur die Holzschlitten von ganz oben, damit alle gut bremsen konnten. Bei besten Winterwetter mit blauen Himmel und Sonnenschein hatten wir ein Menge Spaß bei der rasanten Rutsch- und Rodelpartie. Und da man ja bekanntlich erst rauf muss (ohne Lift), um wieder runter zu kommen, waren einige Kinder bereits auf der Rückfahrt nach Mulda ganz schön kaputt. Den anhaltenden Sonnenschein konnten wir dann auch noch am Donnerstag zur Wanderung mit dem Waldpädagogen Herrn Reichel nutzen. Herr Reichel hatte wieder viel Wissenswertes über den Winterwald im Gepäck und wir konnten gemeinsam eine Menge Spuren im Schnee entdecken. Gestartet mit einem entspannten Spielzeugtag am Montag, einen erlebnisreichen Vormittag in der Turnhalle unter dem Motto "Fair Play und Respekt" zur Wochenmitte, klang die erste Ferienwoche mit einem kreativen Freitag aus. Da es vor ab bei der Planung von vielen Kindern gewünscht wurde, begann die zweite Woche mit einem Ausflug zum Bergbauernhof. Für Pferdegestöber im Schnee und Ponyschlittenfahrt hat der Schnee zwar nicht mehr gereicht, aber Dank des Teams um Fr. Zerges verging der Vormittag wie im Fluge. Im Wechsel striegelten und putzen die 4 Gruppen die Pferde, erfuhren viel neues Wissen übers Pferd und konnten sich anschließend selber auf dessen Rücken ausprobieren. Selbst wenn sich nicht alle das Reiten trauten, spätestens bei der Ponykutschfahrt waren dann wieder alle dabei. Vielen Dank an das Bergbauernhofteam für den schönen Vormittag.

Wenn der Schnee meterhoch vorm Kindergarten liegt,

vergessen wir trotzdem die Tiere im Wald nicht. Die Kinder von der Blumenwiese bekamen von Herrn Werner Borrmann aus Zethau eine Fuhre Heu gesponsert und machten sich damit auf in den Eichwald. In der Gruppe wurde vorher drüber gesprochen, welche Tiere bei uns überwintern, was sie brauchen und wie sie sich ernähren. Da es Fr. Holle in diesem Winter zur Freude der Kinder sehr gut gemeint hat, wurde es für die Tiere zunehmend schwieriger ausreichend Futter zu bekommen. Dabei ist es kein Problem die Vögel mit Futterringen und Körnern in den Vogelhäuschen in der Kita zu versorgen. Aber die Waldtiere? Deswegen machte die Blumenwiesengruppe einen Winterwaldausflug und nahm insbesondere für die Rehe die Portion Heu mit . Auch wenn bei diesem Ausflug keine Rehe gesichtet wurden, so gehen die Kids fest davon aus, dass diese sich über das Heu gefreut haben und waren stolz darauf etwas Gutes für die Tiere getan zu haben.

Wenn Alle für Alle etwas Gutes tun,

dann zieht im Naturkinderhaus eine große Holzfeuerwache mit großen Feuerwehrspielzeugautos ein. Entdeckt wurde diese auf einem "virtuellen" Flohmarkt von der Chefin.  Ein Tischler hatte diese für seinen Enkel gebaut und bot sie zum Verkauf an. Auf die Bitte hin, sie für uns zu reservieren bis wir das Geld zusammen haben, hat er gemeint: " Kein Problem. Lasst euch Zeit! Ich bin so happy, dass dieses wertvolle Teil in gute Hände kommt. Da steckt viel drin." Wir haben daraufhin einen Basar- und Spielzeugtauschtisch mit einer Spendenbox aufgebaut. Die Kinder haben zum Teil selbst gebasteltes hergestellt oder auch zu Hause mit Mama und Papa nicht mehr benötigtes Spielzeug aussortiert und abgeben. Eine Mama hat noch viele selbst genähte Halstücher beigesteuert und die Tankstelle Mulda eine Box mit kleinen Spielzeugen gesponsert. Jeder konnte sich nehmen was er mochte und soviel in die Spendenbox werfen wie er dachte. Eine Rakete hat dann den täglich Stand angezeigt.  Mit den Kindern wurde dann jeden Tag die Box geleert, Geld gezählt und die Rakete angemalt. Bereits nach 14 Tagen konnte die Rakete mit dem benötigten Geld abheben und die Feuerwache bei uns einziehen. Um fair zu lösen, welche Gruppe zuerst damit spielen darf, haben die Kinder Lose gezogen und wechseln sich jetzt vorerst wöchentlich ab. Vielen Dank an alle Untersützer, dass dieses tolle selbst gebaute Spielzeug jetzt zu uns gehört.

Wenn aus dem Turnraum  eine Straße wird,

dann ist Adakus vom ADAC im Haus und macht mit den Vorschülern Verkehrserziehung. Eingeteilt in verschiedene Rollen wie Kinder, Polizeiauto, Feuerwehr oder Krankenwagen fuhren und gingen die Kinder auf der aufgestellten Straße mit Ampel und mussten dabei so einiges beachten. "Auch wenn die Ampel grün ist, müssen wir noch mal nach rechts und links kucken, denn Feuerwehr, Polizei und Krankenwagen dürfen auch bei Rot fahren.", wusste Neela noch zu berichten, die einen Fußgänger spielte. Außerdem haben die Kinder über verschiedene Bilder und Situationen im Straßenverkehr gesprochen und musste rausfinden, was ein  Kind auf den Bildern immer falsch machte. Maya erzählte: " Da war ein Junge der mit dem Fahrrad seinem Ball auf der Straße hinterher gefahren ist und dabei auf gar nichts mehr geachtet hat. Er ist über die geschlossenen Bahnschienen gefahren, Stoppschild überfahren und hat sogar noch ein Mädchen umgefahren. Am Ende ist er gestürzt und musste ins Krankenhaus." Das und noch einiges mehr hatten sich auch die anderen kleinen Verkehrsteilnehmer gemerkt, die von mir befragt wurden. Hoffen wir, dass dieses Wissen auch stets richtig angewendet wird und unsere künftigen Schulanfänger dann immer gut in der Schule ankommen.

 

Erzieherin Bianca Beyer