Zum achten Mal „Auf kleinen Füßen durch den Harz“

27. April 2017

Geschafft! Nach etwa 115 Kilometern Wanderstrecke und allem, was der Frühling an Wetter so zu bieten hat, sitzen wir bei einem köstlichen Eisbecher in Thale und sind stolz auf jeden Einzelnen unserer Wohngruppe Weinberghaus. Alle haben das Ziel erreicht! – Und: Dana strahlt! Sie ist das erste Mal mit uns wandern und wurde einstimmig zur Wanderkönigin gewählt. Andere motivieren, wenn der Weg schwierig und lang wird, die Hand reichen, wenn einer die Balance verliert, zuhören, wenn Redebedarf besteht, und für eine gute Stimmung in der Gruppe sorgen – all das sind Eigenschaften, die zur „Krönung“ führen.

Wir blicken auf eine spannende Woche zurück – bergauf – bergab – von West nach Ost auf dem Harzer Hexenstieg. Alles, was wir an Kleidung und Regenschutz, Essen und Trinken brauchten, war gut verpackt in unseren prall gefüllten Rucksäcken. Am Gründonnerstag starteten wir nach einer fünfstündigen Zuganreise im strömenden Regen von Osterode zum ersten Quartier in Buntenbock.  Weiter ging es bei Schnee- und Eisregen über Altenau und Torfhaus zum Brocken. Wie gut, dass Handschuhe, Mütze und Schal ganz oben im Gepäck lagen! Nach den obligatorischen Fotos am „Gipfelstein“ nahmen wir den steilen Abstieg nach Schierke, wo schon der Osterhase mit einigen Überraschungen auf uns wartete. Besonderen Spaß hatten wir am Abend in der Sporthalle der Jugendherberge. Schnell lernten wir andere Urlauber kennen, die mit uns ein Freundschaftsspiel organisierten.

Ausgeruht ging es am Morgen weiter nach Königshütte. An herrlichen Klippen, Aussichtspunkten und einem super Spielplatz machten wir unsere Picknickpausen. Unterwegs lernten wir verschiedene essbare Pflanzen kennen und testeten unser Wissen über Bäume und Abläufe in der Natur. Die vorletzte Etappe stellte sich als die längste und anstrengendste heraus. 26 Kilometer bei Schneeregen und ca. 3 Grad. Am Ziel angekommen hieß es nur noch sich zu erholen!

Aufgewärmt und ausgeschlafen brachen wir am Mittwoch zum Endspurt auf. Auf einem wunderschönen Weg entlang der kalten Bode erreichten wir alle am Nachmittag das Ziel! Jeden Abend haben wir die Erlebnisse und Tagesaufgaben gemeinsam mit den Kindern und Jugendlichen reflektiert und den neuen Tag geplant. Zur Erinnerung an die besonderen und wichtigen Dinge dieser Wanderung führten wir ein Tagebuch.

Besonders bedanken möchten wir uns bei allen Unterstützern, die zum Gelingen der traditionellen Wandertour beigetragen haben. Ohne finanzielle Unterstützung wären solche Projekte nicht möglich. Aber vor allem benötigen solche Erlebnisse Menschen, die viel Energie, Zeit und vor allem jede Menge Herzblut in die Vorbereitung und Durchführung eines solchen Projektes investieren, immer an den Erfolg dieser Sache glauben und dafür jede Menge Höhen und Tiefen durchleben. In diesem Sinne ein ganz herzlicher Dank an Birgit Schymanski, Kristin Münch und Florian Döhring.