Kontakt

Muldaer Straße 25a
09638 Lichtenberg
Tel. (03 73 23) 1 54 09
Fax (03 73 23) 5 05 67

Kapazität:
5 Kinder und Jugendliche

Betreuungsalter:
ab 6 Jahre

Zielgruppe:
Kinder und Jugendliche
in akuten oder ungeklärten Krisen- und Notsituationen

Inobhutnahme Lichtenberg

In akuten oder ungeklärten Konfliktsituationen in Familie oder sozialem Umfeld können wir Kinder und Jugendliche schnell und unbürokratisch in Obhut nehmen. Ziel der Inobhutnahme ist es, betroffenen Kindern und Jugendlichen in akuten Krisen- oder Notsituationen sofort ein sicheres Unterkommen sowie eine sozialpädagogische Betreuung zu ermöglichen. Im Erdgeschoss vom „Haus Lichtenberg“ stehen fünf Plätze zur Inobhutnahme von Kindern und Jugendlichen ab sechs Jahren zur Verfügung.

Konzept

Das vorrangige Ziel einer Inobhutnahme ist es, dem Jugendlichen den notwendigen Schutzraum zur Verfügung zu stellen und sein Wohl zu sichern. In der ersten Phase des Ankommens ist die Unterbringung und Sicherung der physischen und psychischen Grundbedürfnisse sowie das Auffangen in einem beständigen haltgebenden Umfeld eines der wichtigsten Aufgaben.

Die pädagogischen Fachkräfte wissen zuvor nicht, wie die Kinder und Jugendlichen selbst mit der Situation umgehen können. Manche wollen nur allein sein, andere wollen erst einmal ausschlafen, einige müssen sich ihren Kummer von der Seele reden, wieder anderen gibt das Mitmachen am Alltagsgeschehen Sicherheit – und oft sind Trost und Zuspruch notwendig. Diese Bedürfnisse schnell einschätzen zu können und sich die Zeit zu nehmen, den jungen Menschen in dieser ungewöhnlichen Situation zu begleiten und Ängste zu nehmen, ist das Herausfordernde und – wenn es gut gelingt – auch Motivierende bei der Arbeit in der Inobhutnahme.

Besonderheiten

Die Klärung der Perspektive für die Jugendlichen wird in enger Zusammenarbeit mit dem Jugendamt durchgeführt. Wenn sie es wünschen, begleiten die Pädagogen der Inobhutnahme die Jugendlichen zu diesen Gesprächen, wo sie angehört werden und ihre Wünsche und Ängste äußern dürfen. Bei diesen Terminen kann oft vieles geklärt werden, Missverständnisse zwischen Eltern und Kindern besprochen, klare Regeln ausgehandelt, Kontrolltermine festgelegt oder zusätzliche Hilfen organisiert werden. Sind diese Maßnahmen nicht ausreichend, um weitere Gefährdungen für die Kinder und Jugendlichen zu vermeiden, dann wird nach einem neuen passenden Zuhause in einer Wohngruppe oder Pflegefamilie gesucht.