„Nichts ist so beständig wie der Wandel.“

25. September 2021

Diese alte Lebensweisheit um 500 v. Chr. wird dem griechischen Philosophen Heraklit zugesprochen. Die Beständigkeit des Wandels wird uns in fast allen Facetten des täglichen Lebens immer deutlicher. So auch im Bereich der frühkindlichen Bildung.
Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen und pädagogischen Veränderungen bedarf es immer wieder Weiterbildungen der pädagogischen Fachkräfte, um die notwendigen Innovationsprozesse aufgreifen und Lösungswege für eine zukunftsfähige Praxis aufzeigen zu können.

Seit nunmehr schon 2014 werden wir im Rahmen eines jährlich stattfindenden teambezogenen Inhouse- Seminars von Sabine Lippold, Psychologin und Pädagogin aus Wiesbaden, in unserer fachlichen Entwicklung beraten und begleitet.
Themen wie "Bildungs- und Lerngeschichten", dem "Ich-Buch", "Pädagogische Planung", "Raumgestaltung" und "Stärkenorientierte Begleitung" haben wir bisher unteranderem gemeinsam reflektiert und weiterentwickelt.
Nachdem unser letztes Treffen im März 2021 als Online- Meeting stattfinden musste, konnten wir uns diesmal am 17. und 18. September 2021 wieder persönlich im Kinderhaus begegnen. Natürlich die notwendigen Coronaregeln einhaltend.
Unser diesjähriges Seminar stand unter dem Thema: "Selbstwirksamkeit - Beteiligung- Demokratie: Wie Kinder aktiv Entscheidungen mittragen lernen."
Im Mittelpunkt stand die Frage, wie sich Selbstwirksamkeitserfahrungen von Kindern unterstützen lassen und welche Möglichkeiten es gibt, Kinder am Alltag der Kita aktiv zu beteiligen. Dabei befassen wir uns mit der Idee einer gelebten Demokratie, die Erwachsene dazu bringt, über ihr Verhältnis zu Macht nachzudenken und zu überlegen, was es braucht, um Kinder an Entscheidungen aktiv zu beteiligen.
Zu Beginn reflektierten wir die wichtigsten Entwicklungen im vergangenen Jahr vor allem in Bezug auf Partizipation der Kinder. Mit Hilfe von Materialien symbolisierten wir die Bereiche in denen sich Partizipation in der Kita schon zeigt. Dabei konnten wir schon auf zahlreiche Möglichkeiten, in denen Kinder an den für sie betreffenden Entscheidungen beteiligt sind, zurückblicken.
Ausgehend von den Kinderrechten setzten wir uns mit den Begriffen Partizipation, Selbstwirksamkeit und Macht auseinander und kamen zu unseren eigenen biografischen Erfahrungen diesbezüglich ins Gespräch. Wir setzten uns mit dem Thema Macht intensiver auseinander.
Wir trugen anhand konkreter Beispiele mittels der Mind-Map- Methode zukünftiger Partizipationsmöglichkeiten zusammen, stellten unteranderem die perspektivische Entwicklung des Kinderrates in den Mittelpunkt. Machten dabei mögliche Gedanken, Ideen und Fragen der Kinder zu bestimmten Themen durch Dokumentation sichtbar.
Wir trugen Methoden und Varianten für Möglichkeiten der Entscheidungsfindung von Kindern zusammen.
Persönliches Feedback und Zielformulierungen rundeten die Weiterbildung ab.

Wir sind sehr dankbar, mit Sabine Lippold eine Fortbildnerin an unserer Seite zu haben, welche unsere pädagogische Arbeit wertschätzt, uns aber immer wieder herausfordert, diese mit Blick auf die aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnisse selbstkritisch zu reflektieren und dazu einlädt, auch neue Wege zu gehen.

Wir sind fest davon überzeugt, dass diese fachliche Begleitung durch Frau Lippold einen großen Gewinn für die Qualität unserer pädagogischen Arbeit darstellt und somit unseren zu betreuenden Kindern und deren Familien zu Gute kommt.
Wir freuen uns auf die nächste Fortbildung mit ihr 2022.