„Mein Kind raubt mir die Nerven“

26. April 2019

...diese Gedanken sind wohl schon vielen Eltern in den Sinn gekommen. Der Alltag in den Familien ist nicht immer einfach. Neben Freude, Unbeschwertheit und guter Laune sind Ärger, Wut und Trotz mitunter an der Tagesordnung. Dabei noch die Nerven zu behalten und ein Lächeln zu bewahren, ist nicht leicht, aber möglich.
Für unseren diesjährigen Thematischen Elternabend "Mein Kind raubt mir die Nerven- Provokationen im Alltag mit Humor und Gelassenheit begegnen" haben wir am 25. April 2019 die erfahrene Heilpädagogin und Supervisorin Martina Meixner gewinnen können, welche uns auf sehr erfrischende und humorvolle Weise zeigte, wie man provozierende Situationen entspannen kann. Zahlreiche Eltern waren gekommen, um sich mit uns auf dieses Thema einzulassen.
Warum reagieren Kinder oft nicht auf ein "Nein"? Warum widersprechen Kinder ständig? Wieviel Fernseh- und Medienkonsum ist richtig? Was tun, wenn Kinder ständig trödeln (vor allem wenn man es eilig hat)? Warum muss man alles "10 mal" sagen?
Diesen Fragen, welche die Eltern uns im Vorfeld gestellt haben und weiteren alltäglichen Themen haben wir uns im Laufe des Abends gewidmet.
"Es darf auch mal was schiefgehen." Damit nahm Frau Meixner den Eltern den Druck, immer alles richtig machen zu müssen. Sie erklärte ihnen, was Kinder in den verschiedenen Lebensphasen aus entwicklungspsychologischer Sicht können bzw. noch nicht können. Kinder brauchen Begleitung, Grenzen, tragfähige und vertrauensvolle Beziehungen. Dass "Bummeln" der Ruf der Kinder ist, mehr Zeit mit den Eltern verbringen zu wollen, erstaunte und ließ sie nachdenklich werden. "Ich kann es auch lassen, mich aufzuregen." Frau Meixner lud die Eltern so ein, schwierigen Situationen mit Humor, Gelassenheit und manchmal auch Abwarten zu begegnen.
Neben der Gelegenheit, im Gespräch mit Frau Meixner Antworten auf die Fragen zu finden, hatten die Eltern die Möglichkeit, sich in verschiedenen Workshops auf den Weg machen, einige dieser Ideen selbst praktisch auszuprobieren und Möglichkeiten kennenzulernen, um derartige Situationen entspannter zu gestalten oder vielleicht gar nicht erst entstehen zu lassen.
Unteranderem waren die Eltern eingeladen, für sich selbst oder das eigene Kind einen "Wutball" oder eine "Magische Flasche der Ruhe" zu gestalten.
Wir hoffen, dass wir die Eltern ermutigen konnten, auch mal vermeintlich wichtige Dinge warten zu lassen, um sich Zeit für ihre Kinder zu nehmen, ihnen zuzuhören auch wenn sie dabei nicht sprechen und sie mit all ihren Befindlichkeiten ernst zu nehmen.
Herzlichen Dank an Frau Meixner, welche mit ihrer sehr humorvollen und erfrischenden Art, die Eltern aufrief, die Welt ihrer Kinder öfter mit deren Augen zu sehen.
Wir danken allen teilnehmenden Eltern, welche den Mut hatten, sich so intensiv auf dieses Thema mit uns einzulassen, über ihre Gefühle und eigenen Ansprüche zu sprechen. Wir sind sehr berührt von diesem vertrauensvollen Miteinander.
Die zahlreichen positiven Rückmeldungen am Ende haben uns gezeigt, dass dieser Elternabend weiter dazu beigetragen hat, unsere Zusammenarbeit gelingend zu gestalten und motiviert uns, uns auch im nächsten Jahr wieder einem so spannenden Thema zu widmen.