Ein Blick in die Notbetreuung

29. Januar 2021

Seit dem 14. Dezember 2020 sind die Kitas und Horte in Sachsen geschlossen und bieten nur eine Notbetreuung an. Viele von Ihnen fragen sich vielleicht: Wie sieht das eigentlich aus – der Kita-Alltag in der Notbetreuung? Was machen die Erzieher mit so wenigen Kindern? Wir wollen Ihnen heute einen kleinen Einblick geben.

Zum heutigen Zeitpunkt sind bisher etwa 40 Kinder in der Notbetreuung gewesen. Und ihr könnt uns glauben: Wir vermissen die anderen sehr! So gern würden wir wieder alle Kinder bei uns begrüßen und die Tage im gewohnten fröhlichen Miteinander gestalten! Viele der Kinder, die jetzt in die Kita kommen, vermissen ihre Freunde sehr. Trotz aller Umstände behalten wir auch während der Notbetreuung den bisherigen Tagesablauf der Gruppen soweit wie möglich bei. Wir greifen auf vertraute Rituale und Abläufe zurück: So ist der gemeinsame Tischspruch nach wie vor genauso wichtig wie das Gute-Nacht-Lied vor der Mittagsruhe.

Weil wir für weniger Kinder auch weniger Erzieher brauchen, helfen während der Notbetreuung zwei unserer Mitarbeitenden in den Wohngruppen unserer „Kinderarche“ aus. Sie unterstützen ihre Kollegen bei der Vormittagsbetreuung, denn auch die Kinder und Jugendlichen in den Wohngruppen können derzeit nicht in die Schule gehen und müssen sich den Unterrichtsstoff mithilfe der Erzieher aneignen. In unserer Kita selbst nutzen wir die Schließzeit für Aufgaben, für die sonst kaum Zeit übrigbleibt. Dazu gehört zum Beispiel die Umgestaltung unseres Lagers und Mehrzweckraums. Wir gestalten neue Garderoben sowie einen Personalraum für das Team. Wir vervollständigen die Portfolios der Kinder, bereiten schriftliche Arbeiten und Angebote für die kommende Zeit vor und putzen alle Zimmer gründlich von oben bis unten. Wir sind gespannt, ob ihr nach dem Ende der Notbetreuung entdecken werdet, was sich alles verändert hat!

Wir wissen, dass die momentane Ausnahmesituation viele Familien sehr belastet. Deshalb hoffen wir, dass die Kinderpost, die das Team unserer Kita für jede Familie geschrieben hat, eine kleine Freude gebracht hat. Wir haben in die Briefe viele kreative Ideen, Fingerspiele, Experimente und Ausmalbilder für den Zeitvertreib zu Hause hineingepackt. Auch auf unserer Homepage gibt es nun einen extra Button, wo Sie all diese Ideen und noch viele mehr zum Downloaden finden.

Wir alle – Kleine wie Große – denken oft an die Kinder, die derzeit zu Hause bleiben müssen, und vermissen diese sehr! Wir hoffen alle auf ein baldiges Wiedersehen und wünschen Ihnen bis dahin weiterhin Geduld, Nervenstärke und vor allem Gesundheit!

Stephanie Rothe aus der Kita „Sonnenblumenkinder“