03. Juni 2019

"Kinder brauchen wenig Spielmaterial. Aber das Wenige muss echtes Spiel  ermöglichen: eigene Erfahrungen machen, ausprobieren, entdecken, lernen, schöpferisch sein - allein oder gemeinsam mit anderen....",

lautet ein Ausspruch von Friedrich Fröbel und genau in diesem Sinne haben wir lange nach Spielmaterial für unsere jüngsten Kinder bei den Sonnenstrahlen gesucht.

Nach einem trägerinternen Fachtag und längerer Recherche haben wir uns für Krippenspielmaterial von Emmi Pikler entschieden und durften dies nach langer Lieferzeit jetzt endlich einweihen. Die Würfelkombination wurde sofort zum hochsteigen, durch krabbeln und verstecken genutzt. Der dazugehörige Stoff ließ sich als Ballrutsche ausprobieren und eignet sich hervorragend für kleine Höhlen.  Mit Begeisterung und Eifer haben die Kleinen die Sachen ausprobiert und mancher wagte sich sogar schon ein Stück die Bogenbrücke hinauf.  Da die vier Würfelelemente und die Bogenleiter mit großen Schraubelementen versehen sind können wir jederzeit sehr flexibel umbauen und die Kinder mit neuen Spielvarianten überraschen beziehungsweise die Kinder uns mit ihren Ideen, wie zum  Beispiel das Versteck erobert werden kann. Nachmittags wird es rege mit den Kindern der Feuerinsel  genutzt und wir freuen uns schon jetzt auf spannende Beobachtungen an den Geräten. Mal sehen welchen neuen Entwicklungsschritt ihr Kind mit Hilfe der Spielmöglichkeiten macht. Seien sie gespannt.

Echtes Spiel mit wenig vorgegebenen Materialien wollen wir künftig auch im naturnahen Garten ermöglichen. Einen  ersten großen Schritt auf den Weg zur Umsetzung konnten wir am 18.5. zum gemeinsamen Arbeitseinsatz mit Eltern tun. Viele kleine und vor allem  große Helfer  haben bei bestem Wetter fleißig gegraben, geschaufelt, mit großen Geräten gebaggert und gesägt. Über die Fielmann-Filiale hatten wir eine großzügige Baum- und Pflanzenspende für unser langfristiges Gartenprojekt bekommen. Gemeinsam mit der Gärtnerei Schöne konnten wir so eine vielfältige Auswahl an einheimischen Pflanzarten treffen, die auch explizit Bienen- und Insektenvielfalt fördern sollen. Neben der offiziellen Übergabe mit Herrn Hofmann von der Fielmannfiliale  Freiberg mussten vor allem die ganzen Pflanzen und Bäume an diesem Tag in die Erde. Das haben wir geschafft und sogar noch unseren Erdhügel im vorderen Bereich bepflanzt und im hinteren Garten große Baumstämme zum Balancieren eingegraben. Von Eltern selbst gebaute Matschküchen wurden installiert und Baumstümpfe gesägt. Eine Duftecke ist ebenso entstanden wie eine Beerennaschecke. Wir bedanken uns ausdrücklich nochmal bei den unterstützenden Eltern mit ihren Kindern, vor allen auch für die mitgebrachte Technik sowie Material, bei Herrn Hofmann und bei Familie Schöne von der Gärtnerei. Jetzt freuen wir uns darauf mit ihren Kindern am 3.6. die selbstgezogenen und von ihnen gut versorgten Sonnenblumen auf den Wiesen rund um die Kita einzupflanzen und den Naturkindergarten wieder ein Stück bunter zu machen.

Gepflanzt haben auch die Ackerkinder im Hort mit Hilfe der Ackerdemia. Mittlerweile wächst und gedeiht es auf den ersten Beetzeilen und die erste Ernte wird nicht mehr lange auf sich warten lassen.  Deswegen beschäftigt uns auch die Frage wie wir, auch über den Sommer, stets Abnehmer für unser frisches Gemüse finden. Das Ackerteam vom Hort hat sich deswegen überlegt, dass es gelegentlich am Tor zur Straße einen Aufsteller geben wird als Hinweis, dass frisch geerntet wurde. Im Hort selbst werden wir dann kleine Gemüsekisten zum selbst füllen anbieten.  Seien sie also auch hier gespannt und aufmerksam und unterstützen sie unser Projekt dann gerne auch mit Abnahme einer tollen Gemüsekiste.

Bianca Beyer und das Team vom Naturkinderhaus Mulda