Feuerinsel läutet die Grillsaison am Lagerfeuer ein

20. Mai 2018

Psst! Hören Sie es knistern und knacksen, wenn Sie vorm Kindergarten stehen? Nein? Na das werden ihre Kinder aber vielleicht nicht verstehen. Haben Sie etwa noch nicht den großen Baumstumpf entdeckt, der aussieht wie ein Lagerfeuer? Sehen und hören Sie nochmal genau hin. Klappt nicht? Schade. Dann haben die Kinder wohl bessere Ohren oder wir beneiden sie einfach für deren Phantasie. Gerade im Alter vom 2-6 Jahren können sie sich noch alles Mögliche vorstellen und daraus tolle Spielideen entwickeln. Da ist der Stein ein Käfer, die Stöcke ein Haus, auf der Wiese steht die Giraffe und im Sandeimer kocht die Gemüsesuppe. Bei der Feuerinsel wurde so vorm Haus das Feuer angemacht. Die Kinder lauschten dem Holzknacken und grillten am Feuer ihre Wurst. Oft brauchen die Kinder keine so große Auswahl an Spielzeug, sondern lieber kleine und große Mitspieler, die sich freudig und geduldig mit auf Phantasiereise begeben. Lassen Sie sich einladen von ihren Kindern und horchen Sie doch mal beim Abholen genau hin, ob vielleicht doch noch ein bisschen Glut im Feuer knackst.

„Geheimsache Igel“

Ebenso phantasievoll und mit Symbolkraft der Farben ging es im Theaterstück „Geheimsache Igel“ zu. Allerdings mit wichtigem pädagogischen Hintergrund. Sollte es wirklich geheim bleiben, wenn mir jemand droht oder mich und meine Freunde ärgert? Wem erzähle ich sowas? Was kann ich tun, wenn mir jemand weh tut? Wie reagiere ich, wenn ich von Fremden angesprochen werde? Diese schwierigen Fragen haben die Vorschüler und Vorschulzwerge von Mulda und Zethau gemeinsam nach dem Theaterstück „Geheimsache Igel“ im Muldaer Hof besprochen. Spielerisch haben Krümel und ihr Freund Igel den Kindern gezeigt, was passieren kann, wenn man geärgert wird, nicht darüber redet und sich irgendwann gar nicht mehr wohl fühlt. Fast alle Kinder konnten erzählen, dass sie auch schon mal richtig doll geärgert wurden und sich das nicht gut anfühlt. Ein mutiges Kind gab auch selbst zu, schon mal geärgert zu haben. Es wurde vor allem nochmal darüber gesprochen, was Kinder in unangenehmen Situationen machen können und auch Vorschläge der Kinder, wie Notfallpasswort zwischen den Eltern und Kind vereinbaren, wurde als Idee aufgegriffen. Verbunden mit der Hoffnung, dass unsere Kinder es nie brauchen, sollten die Themen trotzdem immer mal wieder besprochen werden.

Auf Schusters Rappen…

…zum Familienwandertag des Hortes waren wir in Zethau unterwegs. Nach dem verregneten Versuch im vergangenen Jahr hatten wir diesmal Glück und jede Menge Sonnenschein. Mit über 40 Personen ging es vom Festplatz aus Richtung Grillhütte. Dabei genossen wir den Blick über Zethau, die ersten Frühlingsboten der Natur, den frischen Waldduft, den Anblick von ein paar Rehen auf dem Feld und die Zeit für entspannte Gespräche. Während die Kids und Eltern der 1. Klassen es eher noch zum besser kennenlernen nutzten, war es für manche 4. Klässler schon eine kleine Abschiedstour. Das Gelände an der Grillhütte war so einladend für die Kinder, dass wir mit unseren ausgedachten Spielen gar nicht zum Zug kamen, weil alle Kinder altersübergreifend zusammen spielten oder einfach mal ausgelassen im Grünen herumstromerten. Die Jüngsten krabbelten über die Wiese, während die Eltern eine leckere Wurst vom Grill genießen konnten. Danke an den Grillmeister Herrn Grajeztki. Wenn das Wetter immer so mitspielt, dann organisieren wir auch gern im nächsten Jahr wieder einen Ausflug. Vielleicht dann mal nach Helbigsdorf, damit wir alle Ortsteile von Mulda besser kennen lernen.

Alles Neu macht der Mai …

… und Blumen bekommen wir dafür von der Gärtnerei – Schöne. Vielen Dank an das Gärtnereiteam, dass wir auch diesmal wieder mit den Kindern zum Blumen holen vorbei kommen durften und auch Zeit für Erklärungen war. Mit den Blumen möchte jede Gruppe einen Blumenkasten bepflanzen, so dass um das gesamte Haus herum bald wieder herrliche Sommerfarben erstrahlen. Auch für unsere Schmetterlinge, die wir wieder beim Wachsen beobachten wollen, werden die Blumen dann dufte Nahrung sein.

Vielleicht sind die Schmetterlinge ja bis zum großen Indianerfest oder dem Zuckertütenfest flugfähig und können an so einem besonderen Tag in die Lüfte starten. Bis dahin wird in den Gruppen fleißig für das Fest gewerkelt, so dass wir uns schon auf einen ereignisreichen Juni freuen. In diesem Sinne – How.

Bianca Beyer und das Team vom Naturkinderhaus Mulda