Um Kinder zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf

21. September 2020

besagt ein afrikanisches Sprichwort und wie gut dies immer wieder auch in Mulda gelingt, zeigt unser Projekt ?Grüne Wiese statt graue Wüste?.

Das Kitateam wollte gerne die unschöne alte Betonfläche hinterm Haus umgestalten und der SV Mulda hatte die Idee, eine Fußball AG für die Kleinsten anzubieten. Dafür gab es aber in der Kita keine geeignete Fläche, außer eben dieser grauen Betonwüste, die bei Fußballstürzen bisher stets schmerzhaft war. Was also tun, um möglichst vielen Kindern einen kleinen Bolzplatz innerhalb der Kita anzubieten? Was tun, um Nachwuchs im örtlichen Fußballverein zu gewinnen? Sich zusammentun und anpacken. Andy Lippmann vom Verein hatte sich bereits im Frühjahr den Hut dafür aufgesetzt und engagiert das gesamte Projekt mit mehreren Baueinsätzen geplant. Auf Grund der Coronaschließzeit mussten wir es nach hinten schieben und trotzdem ist es Dank engagierter Hilfe noch vorm Sommer gelungen, eine grüne Wiese entstehen zu lassen. Die ist jetzt sowohl zum Bolzen und für kleine Trainingseinheiten geeignet, aber bringt uns auch in unserem Gartenprojekt ein großes Stück voran. Unser Dank gilt an dieser Stelle:

Andy Lippmann vom SV Mulda und der Deutschen Vermögensberatung,

Paul Brunnen vom SV Mulda sowie der Firma Andreas Adam GmbH,

Kevin Reschke vom SV Mulda,

David Bellmann und Michael Baumgart von DB Dienstleistungen,

Richard Stoewer von Ferrum Maschinen GmbH

Manfred Güldner vom Naturkinderhaus Mulda

Außerdem den Eltern der Kinder, die entweder tatkräftig geholfen haben oder den Flohmarkt- und Bratwurststand zur Einweihung genutzt haben. So konnten wir 225, - Euro Erlös verbuchen, welcher der neu gegründeten AG Fußball zu Gute kommt. Die Vorschul- und Vorvorschulkinder konnten schon erste Testrunden und Schüsse aufs neue rustikale Naturtor, gezimmert von Herrn Güldner, in der AG absolvieren und sind begeistert. Schön, dass Zusammenarbeit zu Gunsten unserer Kleinsten in der Gemeinde wieder so problemlos funktioniert hat und wer weiß, ob nicht schon bald ein Nachwuchstalent für den Verein dabei ist.

 

Zurück zum Dorf. Wenn es ein ganzes Dorf braucht, dann sollten auch alle wissen, was es denn im Dorf alles gibt. Aus diesem Grund planen wir in den Ferien mit den Hortkindern immer mal wieder Unternehmungen im Dorf, um dieses besser kennenzulernen. In der 3. Ferienwoche haben wir eine sehr schöne Wanderung mit Fr. Kaden von der Kita durch den Ort unternommen, die den Kindern vieles zu den Häusern und Gewerken am Fluss erzählen konnte. Außerdem wollten wir schon immer mal gern einige Firmen von innen besichtigen und nicht nur vorbei wandern. Dies ist für manche Firma sicherlich nicht so einfach, wenn wir für 40 Kinder eine Besichtigung anfragen, aber 2 ortsansässige Firmen konnten wir für einen Test gewinnen. Die erste Betriebsbesichtigung fand bei Sitzmöbel Göhler statt. Fr. Mendler und Hr. Göhler haben die Kinder mit auf eine Erfahrungsreise zur Historie der Firma und vom Buchenbaum bis zum fertigen ausgelieferten Stuhl sehr anschaulich mitgenommen. Wir durften Probesitzen und den MitarbeiterInnen bei ihrer Tätigkeit über die Schultern schauen. Beeindruckend, wie viel trotz guter Technik noch von Hand gemacht und welche Menge Stühle die Firma übers Jahr produziert. Nicht nur von außen beim Vorbeigehen wahrnehmen, sondern ebenfalls mal hinter die Kulissen schauen, konnten wir an beiden Standorten der Firma Kempe Automotive. Auch hier waren wir überrascht, wie liebevoll unser Besuch vorbereitet war und wieviel Zeit sich genommen wurde. Begeistert waren die Kinder natürlich, dass sie selber mit Stiften auf Folie ihr Muster fürs Auto kreieren konnten und zwei gespritzte Frösche zieren jetzt unsere Horträume. Ein herzliches Dankeschön an beide Firmen für die gute Organisation und das wir so Willkommen waren.

 Bianca Beyer für das Team vom Naturkinderaus und Naturhort Mulda