Winterfreuden im Naturkinderhaus Mulda

11. März 2022

Scheinbar hat in diesem Jahr die „Pechmarie“ viel länger Dienst bei Frau Holle als die „Goldmarie“. Aber auch die wenigen Krümel Schnee und die kurzen Rodelphasen wurden im Kindergarten ausgiebig genutzt. Gerodelt wird, bis das Gras rausschaut. Das war früher schon so und wird von den Kindern so heute weiter betrieben. Dank der Weihnachtsspenden von der Wohnungsgenossenschaft Mulda und der Muldaer Firma LB Werkzeugtechnik konnten wir noch viele Po-Rutscher anschaffen, so dass auch künftigem Rodelspaß nichts im Wege steht. Wenn es nach den Kindern geht, dann gerne auch jetzt nochmal bevor der Frühling kommt.

Unsere jüngsten Kinder in der Krippe kennen ja zum Teil Winterwetter noch gar nicht. Dann sind sie froh, dass sie gerade Laufen gelernt haben und schwupps kommen sie rein in den Schneeanzug. Hoppla „Heut ist das mit dem Vorwärtskommen aber schwierig“, denken sich da bestimmt viele kleine Erdenbürger. Wenn man so dick eingepackt ist, macht das Bewegen im Winter oft weniger Spaß. Da dachten sich die Kolleginnen von den Sonnenstrahlen, dass sie den Schnee einfach reinholen und die Kinder im schönen warmen Krippenraum mit dem kalten Schnee forschen lassen. So konnten die Kleinen in aller Ruhe Schnee anfassen, fühlen oder sich auch gleich reinsetzen. „Upps, das war dann doch bisschen kalt“, aber hat viel Spaß gemacht. Eine tolle Erfahrung für die Kinder.

 Eine weniger tolle Erfahrung mussten wir als Einrichtung ja im Dezember mit unserer aufgebrochenen Spendenkasse machen. Unser erster Gedanke war „Ok, dann können wir es eben nicht mehr machen.“ Natürlich haben wir nach dem ersten Schreck dann doch überlegt, wie wir künftig Flohmarkttische für die Eltern und Kinder und einem guten Zweck weiter anbieten können. Allerdings war auch hier die Skepsis groß. Zum Glück haben die Eltern aus dem Wolkenland schnell reagiert und uns motiviert. Innerhalb der Elterngruppe wurde ebenfalls überlegt, was man tun kann und die Idee entwickelt, eine neue diebstahlsichere Spendenbox zu bauen. Keine einfache Aufgabe, denn sie darf nicht zu groß sein, gerne in Kinderhöhe, unbedingt durchsichtig, damit erste Spendenergebnisse sichtbar sind und gut verschlossen inklusive Schloss. Herr Franke sowie ein weiterer Papa und Opa haben sich dem Projekt erfolgreich gewidmet und Elena hat noch dekoriert. So konnte Andrea Dolatkiewicz mit unserem Schneemannmaskottchen unsere neue Spendenbox von Herrn Franke freudig in Empfang nehmen. Vielen herzlichen Dank an die Konstrukteure und an alle Eltern, die uns Mut gemacht haben. So können hoffentlich noch viele und kleine Projekte gemeinsam umgesetzt werden.

 

Ein größeres Projekt haben wir für die Hortkinder sowie Vorschüler von Zethau und Mulda in den Winterferien umgesetzt. Mit dem Präventionscoach und Trainer Stephan Holhlfeld wurde der jeweils einwöchige Kurs „Nicht mit mir – starke Kinder schützen sich“ durchgeführt. In sechs Übungseinheiten konnten die Kinder lernen, wie ein lautes selbstbewusst ausgesprochenes „Nein“ wirkt, helfen und schützen kann.  Die Themen  „Wie vermeide ich gefährliche Situationen“, „Wie reagiere ich richtig“, „Wo fängt verbale Gewalt an“ und „Wie bekomme ich Hilfe“ gehörten ebenso mit zum Kurs. Wir können die Kinder nicht 100 prozentig vor allen Gefahren schützen, aber gemeinsam mit dem Trainer dafür sensibilisieren und stark machen. Die Kosten für das Projekt konnten mit Kinderarche-Spenden abgedeckt werden.

 Projekte wird es im Kinderarche Jubiläumsjahr – 30 Jahre Kinderarche Sachsen e.V. – noch einige geben. Passend zum großen Jahresthema „Spiel“ werden in allen Einrichtungen gerade Ideen gesammelt, Projekte entwickelt oder schon begonnen. Das können kleine Aktionen wie in den Ferienspielen zum Spielzeugtag unter dem Motto „Alte Spiele – spielen wie zu Omas Zeiten“ sein, aber auch größere Projekte, von denen wir sicherlich bald hier berichten.