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Wenn man Berlin erkundet, darf natürlich ein Besuch des Reichstagsgebäudes nicht fehlen. 

Berlin, Berlin, wir fahren nach Berlin

Bereits im Dezember vergangenen Jahres machten sich ein Jugendlicher sowie eine Betreuerin aus unserer Wohngruppe 1 der Hauptstraße in Markkleeberg auf den Weg nach Berlin. Überwältigt von den zahlreichen Möglichkeiten (und der Schwierigkeit, sich für eine zu entscheiden), aber auch eingeschränkt durch Kälte, Nebel und Regen diente der erste Ausflug v.a. der Erkundung des Verkehrssystems der Großstadt. 

So drehte der Schienen-begeisterte Junge zahlreiche Videos von ein- und ausfahrenden U-, S- sowie Straßenbahnen, wir durchschritten das Brandenburger Tor, erkundeten neben dem Reichstagsgebäude zudem einige Gedenkstätten und besuchten den Tiergarten. Auch das KaDeWe war Teil unseres Ausfluges. Der Ausblick vom Berliner Fernsehturm blieb uns aufgrund des dichten Nebels jedoch leider verwehrt, so dass wir schnell den Entschluss fassten, den Ausflug zu wiederholen.

Und so wagten wir vergangenen Samstag einen erneuten Versuch. Bei angenehmen Temperaturen, klarer Sicht und bestens gelaunt erreichten wir mit nur geringer Verspätung den Berliner Hauptbahnhof. Fast hätte eine kaputte Brille uns den Ausflug vermasselt, doch zum Glück konnten freundliche MitarbeiterInnen einer Fielmann-Filiale das Missgeschick im Nu beheben. Nun konntes es endlich richtig losgehen: 

Zuerst besuchten wir den Fernsehturm. Da sich der Jugendliche nicht nur für Schienen, sondern ebenso für Aufzüge begeistern kann, war die Fahrt nach oben fast noch aufregender als die Aussicht auf der Plattform an sich. Gern wären wir noch ein paar Mal hoch und runter gefahren, stiegen jedoch artig aus und genossen das 360°-Panorama über die Stadt und ihre Umgebung. Ganze 60 Kilometer konnten wir in die Ferne blicken und dabei auch gleich unsere nächsten Ziele ins Auge fassen. 

So besuchten wir erneut das Reichstagsgebäude und durchschritten das Brandenburger Tor. Nach einer Stärkung im Vapiano schlossen wir bei Madame Toussauds Bekanntschaft mit der ein oder anderen Persönlichkeit des Sports, der Unterhaltungsbranche und der Politik. Dabei ergaben sich interessante Gespräche, für die im trubeligen Alltag oft die Zeit fehlt und die deshalb umso wertvoller sind.

Und weil wir danach noch immer nicht genug hatten, im Gegenteil, sich die Neugier und das Interesse an der Geschichte Deutschlands durch das bisher Gesehene noch vergrößerte, besuchten wir auf Wunsch des Jugendlichen noch das DDR-Museum. Zwar schaute er sich alles interessiert sowie aufmerksam an und erweiterte sein Wissen über die damalige Zeit durch das Lesen von Artikeln sowie Erläuterungen durch seine Begleitung (einer echten Zeitzeugin), doch am beeindruckendsten für den Jungen war auch hier wieder ein originalgetreuer Fahrstuhl, der seine Gäste mit „Special Effects“ in die damalige Zeit zurück und den Jugendlichen in wahre Ekstase versetzte.

Am Abend stiegen wir geschafft, aber glücklich und reich an neuen Eindrücken in den Zug zurück nach Markkleeberg. Ein aufregender Tag mit wertvollen Erfahrungen ging zu Ende, wird uns jedoch noch lange in Erinnerung bleiben. Wir danken von Herzen allen Spendern, welche derartige Erlebnisse überhaupt erst möglich machen.

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