

Manchmal braucht Mut nur ein klein wenig Magie
Und davon gab es ganz besonders viel in der Feuerinsel, um die Kinder beim Schnullerprojekt gut zu begleiten. Loslassen will gelernt sein. Besonders wenn es um etwas so Vertrautes wie den Schnuller geht. In unserem Projekt durften die Kinder ihren Schnuller ganz bewusst verabschieden. Die Idee passend zum Naturkonzept der Kita war: Wir pflanzen ihn gemeinsam ein und schenken ihm einen neuen Platz in der Erde.
Und dann geschah etwas Wundervolles: Aus dem Schnuller wuchs ein kleines Pflänzchen. Als Früchte trug es zuerst noch eine Krone als Zeichen dafür, dass die Kinder nun „groß“ sind. Später kam noch ein Mutstein als Symbol für all den Mut den sie für diesen Schritt aufgebracht haben hinzu.
Gerade im Alter von fast drei Jahren entwickeln sich Sprache und Gebiss rasant weiter. Das viele Nuckeln kann die Sprachentwicklung beeinflussen und zu Zahnfehlstellungen führen. Deshalb ist es uns wichtig, die Schnullerabgewöhnung liebevoll, achtsam und ohne Druck zu begleiten.
Wir stärken unsere Kinder so in ihrer Selbstständigkeit, feiern ihren Entwicklungsschritt und zeigen: Abschied nehmen kann etwas Wunderschönes sein und Freiraum für Neues, neue Herausforderungen schaffen.
Selber gesuchten Herausforderungen haben sich Mitte März ein paar Vorschüler gestellt. Das Thema der Mülltrennung und Müllvermeidung war den Vorschülern nach dem Theaterstück „Pfiffikus räumt auf“, der EKM Mittelsachsen, immer noch präsent. Im Morgenkreis konnten sie noch ganz viel von der Geschichte erzählen und so entstand spontan die Idee einer Aufräumaktion. Vor der Kita und vor allen auf dem großen öffentlichen Spielplatz neben der Kita gingen die Vorschüler auf die Suche. Mit Handschuh und Müllbeutel ausgestattet machten sich 8 kleine Pfiffikusse auf den Weg diese zu füllen. Auf dem Spielplatz und auf der Wiese Richtung Bach wurden sie leider fündig. Ganz schnell waren die Beutel mehr als voll. Neben leeren Flaschen landeten eine Menge Verpackungen von Chips und Knabberzeug in den Beuteln. An dieser Stelle wünschen sich die Kita- und Hortkinder, dass von den Mülleimer Gebrauch gemacht wird, die von der Gemeinde zur Verfügung gestellten werden. Hier braucht es gute Vorbilder und gerne auch Eltern, die ihre „Wir-möchten-gern-erwachsen-sein-Teenies“ ab und zu daran erinnern. Um sich in seiner Umwelt wohl zu fühlen braucht es Eigeninitiative genauso wie Achtsamkeit und einen respektvollen Umgang mit der Natur, der Umwelt und allen Lebewesen.
Wie wir im Naturkinderhaus Leben schenken und tierischen Nachwuchs erwarten berichten wir beim nächsten Mal.

