

Es entsteht etwas Wunderschönes und stellt eine Verbindung zwischen der Kita Riesenzwerge und dem Altenpflegeheim "Neufriedstein" dar!
Ein Kreuz verbindet Generationen
Am vergangenen Freitag machten sich 15 „Riesenzwerge“ voller Vorfreude und guter Laune mit der Straßenbahn auf den Weg zum Altenheim „Neufriedstein“, einem Diakonieheim. Der Morgen begann zwar mit einer kleinen Geduldsprobe, da die Straßenbahn zunächst ausfiel und eine längere Wartezeit entstand. Doch die Kinder ließen sich davon nicht die Stimmung nehmen – gespannt, aufgeregt und fröhlich warteten sie gemeinsam auf die Weiterfahrt.
Nach der schließlich gelungenen Anreise und einem kurzen Fußweg wurden wir im Altenheim sehr herzlich vom Heimleiter, Herrn Oehmichen, empfangen. Nachdem alle angekommen waren, die Jacken ausgezogen und der Raum bezogen war, starteten wir gemeinsam in den Vormittag.
Mit viel Engagement und Einfühlungsvermögen halfen die Kinder dabei, eine ausgewählte Gruppe von Bewohnerinnen und Bewohnern aus den drei Wohnbereichen abzuholen und in den Andachtsraum zu begleiten. Sie schoben Rollstühle, begrüßten die älteren Menschen freundlich und begegneten ihnen mir großer Aufmerksamkeit und Respekt. Schon in diesen ersten Begegnungen wurde spürbar, wie offen und herzlich Jung und Alt aufeinander zugingen.
Auf dem Weg erkundeten die Kinder neugierig die Umgebung des Hauses. Besonders die Vogelvoliere und die große Eisenbahn im Eingangsbereich sorgten für staunende Augen und viele begeisterte Kommentare.
Als schließlich alle beisammen waren, entstand ein lebendiger und zugleich sehr berührender Gesprächskreis zum Thema Ostern. Herr Oehmichen lud alle dazu ein, zu erzählen, was sie persönlich mit Ostern verbinden. Die Antworten waren so vielfältig: von Ostereiern, Geschenken, dem Suchen nach Eiern und dem Osterhasen bis hin zum Leben und Tod Jesu, seiner Auferstehung und dem Osterlamm. Es war schön zu erleben, wie aufmerksam sich alle gegenseitig zuhörten und wie ein echter Austausch zwischen den Generationen entstand.
Im Anschluss gingen wir gemeinsam in einen Gang mit Bildern zu den Stationen des Kreuzweges von Klaus Drechsler, die zur Betrachtung einluden. Diese Darstellungen wirkten auf die Kinder teilweise etwas unheimlich, regten aber gleichzeitig zum Nachdenken und Fragen an und wurden gemeinsam besprochen.
Ein besonderer Höhepunkt war das anschließende kreative Gestalten: Kinder und Bewohnerinnen und Bewohner arbeiteten Seite an Seite an Pappkartons, aus denen individuelle Kreuze entstanden. Das Thema war den Kindern bereits aus der Kita vertraut und im Vorfeld gemeinsam vorbereitet worden, sodass sie ihre Ideen sicher und mit viel Freude einbringen konnten. Mit großer Fantasie wurde gerissen, geleimt, gemalt und gestaltet. Glitzer, Farben, Pinsel und Federn kamen zum Einsatz. Dabei entwickelten sich ganz selbstverständlich Gespräche. Kleine Absprachen und gemeinsames Tun – ein wunderbares Miteinander, in dem das Thema „Ein Kreuz verbindet Generationen“ auf ganz besondere Weise lebendig wurde.
Im Anschluss wurden die gestalteten Pappkartons gemeinsam zu Kreuzen zusammengesteckt, sodass aus vielen einzelnen Teilen ein großes Ganzes entstand.
Danach stimmten alle gemeinsam darüber ab, welches der beiden Kreuze künftig in der Kita und welches im Altenheim seinen Platz finden soll. Nun schmücken die Werke den Eingangsbereich beider Häuser und erinnern an diesen besonderen Tag.
Nach so viel gemeinsamer Aktivität halfen alle selbstverständlich beim Aufräumen: Tische wurden abgewischt, Materialien weggeräumt und Hände gewaschen. Anschließend bereiteten alle Kinder mit viel Eifer das gemeinsame Mittagessen vor und deckten für alle den Tisch. Nach einem Gebet und einem Segenslied wurde in gemütlicher Atmosphäre miteinander gegessen. Auch hier wurde weitererzählt, gelacht und zugehört.
Ein kleines Highlight folgte im Anschluss: Für alle gab es noch ein Eis, das bei Groß und Klein für strahlende Gesichter sorgte und den Vormittag auf besonders schöne Weise abrundete.
Zum Abschied begleiteten die Kinder die Bewohnerinnen und Bewohner wieder zurück in ihre Wohnbereiche, bevor sie sich selbst auf den Rückweg in die Kita machten.
Erschöpft, aber voller schöner Eindrücke und glücklicher Momente blicken alle Beteiligten auf diesen gelungenen Vormittag zurück. Die Begegnungen waren geprägt von Herzlichkeit, Offenheit und echter Freude am Miteinander Für die Kinder, wie auch die Bewohnerinnen und Bewohner, war es ein Tag, der noch lange in liebevoller Erinnerung bleiben wird – ein Tag, an dem spürbar wurde, wie sehr ein gemeinsames Erleben Generationen miteinander verbinden kann.
Ein herzlicher Dank an alle, die diesen besonderen Tag möglich gemacht haben – den Kindern, den Kolleginnen der Kita, den Eltern sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern, Herrn Oehmichen und allen helfenden Händen.








