Kinderarche Sachsen e.V.

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Das Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde

28. Mai 2022

Gogo, Maxel, Filou, Ella, Tinkerbell und Whisky – das sind die Ponys von „ReitZeit – lass Dich tragen“ in Chemnitz. Diese „ReitZeit“ können die Kinder aus dem Kinder- und Jugendheim Burgstädt einmal im Monat besuchen; und an einem weiteren Samstagnachmittag die Jugendlichen Zeit mit den Pferden verbringen. Seit einem Jahr wird dieses Angebot gerne angenommen.

Die Erzieherin und Reittherapeutin Anna-Lena Lommatzsch aus unserer Regenbogengruppe holt die Kinder und Jugendlichen in Burgstädt ab und fährt mit ihnen auf den Pferdehof. Schon im Auto wird besprochen, was gemeinsam unternommen werden soll und ob sie dazu den großen Gogo, unser ältestes Pony Maxel, den mehr als lieben Filou, die kleine Ella, die hübsche Tinkerbell oder den spitzbübigen Whisky nutzen.

In der „ReitZeit“ werden die Kinder und Jugendlichen auch in die Stallarbeiten mit einbezogen: Boxen ausmisten, neues Stroh für ein gemütliches Bett einstreuen, Heu für das Abendbrot in der Box vorbereiten oder frisches Wasser auffüllen.

Bei den kleineren Kindern aus der Sonnenblumengruppe ist die Spielezeit in der Reithalle auch eine wichtige Zeit. Sie lieben es, „Faules Ei“, „Herr Fischer wie tief ist das Wasser“ zu spielen oder auch mal selbst einen Hindernis-Parcours zu überwinden.

Danach gibt es für alle eine Stärkung. Dabei wird ein Thema besprochen und die Kinder und Jugendlichen lernen etwas zum Umgang mit dem Pferd, z.B.

  • Woran erkenne ich, wie es meinem Pferd gerade geht?
  • Was bedeutet dies für mich im Umgang mit dem Pferd?
  • Dass es ein Flucht- und Herdentier ist.
  • Mit welcher Bürste putze ich mein Pferd an welchem Körperteil, damit es sauber wird, aber ich ihm dabei auch nicht weh tue? und
  • Warum ist es überhaupt gut, ein Pferd zu putzen?

Das Gelernte können die Kinder und Jugendliche mit den Pferden gleich umsetzten. Wir holen gemeinsam unsere Ponys vom Paddock oder der Weide. Die Kinder begrüßen die Fellfreunde, streicheln und putzen sie, kratzen Hufe aus und flechten manchmal auch die Mähne.

Jedes Mal versuchen wir, unterschiedliche Elemente mit den Pferden einzubauen. Dazu gehören: durch einen Parcours führen, spazieren durch Wald und Wiese, eine Kooperationsaufgabe, die gemeinsam gelöst werden soll, voltigieren auf dem Pferderücken und am liebsten auch mal einen Gang schneller im Trab reiten. Natürlich werden nach dem Reiten nochmals die Hufe kontrolliert, ob sich ein Stein festgetreten hat. Zur Verabschiedung gehört auf jeden Fall eine Leckerei für das Pony, oft wird auch noch einmal gekuschelt.

Seit Anfang April ist noch ein neuer Name dazu gekommen: „Grace“. Wir freuen uns sehr darauf, dieses Pony kennen zu lernen und weitere viele schöne Stunden gemeinsam bei und auf den Rücken der Pferde verbringen zu dürfen!