Grundstein für ein neues „Sonnenkäfer“-Haus

14. Juni 2019

Nur knapp ein Jahr nach dem Jubiläum „40 Jahre Kindergarten in Niederbobritzsch“ schlägt für unsere Kita „Sonnenkäfer“ jetzt eine Stunde Null. Bei strahlendem Sonnenschein legte Bobritzschs Bürgermeister René Straßberger am Freitag den Grundstein für einen Kita-Neubau direkt neben dem Krippengebäude. Zahlreiche Gäste waren gekommen, um diesen feierlichen Moment zu erleben. Gemeinsam mit dem kleinen Jamie füllte der Bürgermeister die Zeitkapsel und versenkte sie im Grundstein.

Zuvor hatten Bauplaner Arne Gorzolla, Kinderarche-Vorstand Matthias Lang, Sieglinde Fritzsche vom Förderverein, Altbürgermeister Volker Haupt und Landtagsabgeordneter Steve Ittershagen den Bauarbeitern gutes Gelingen gewünscht. Der etwa 1,4 Millionen Euro teure Neubau soll bis Februar 2020 fertiggestellt sein und den Anforderungen einer modernen Kita rundherum gerecht werden.

In dem neuen Haus werden die Kinder viel Frei-Raum finden. Anregende und gut vorbereitete Funktionsräume lösen die festen Gruppenräume ab, die Kinder können selbst entscheiden, wo sie sich aufhalten wollen. Sie übernehmen damit mehr Verantwortung für ihr Tun und erleben sich als aktive Mitgestalter ihrer Umwelt.

Schon bei der Grundsteinlegung war ihre Freude auf das neue Haus spürbar. Mit dem Lied „Wer will fleißige Handwerker sehn“ stimmten sie die Gäste auf die bevorstehenden Bauarbeiten ein und endeten mit dem Vers „O wie fein, o wie fein, in einem Jahr ziehen wir hier ein!“ Bis dahin sind die größeren von ihnen im Ausweichquartier im Naundorfer Bürgerheim untergebracht, während die Kinder bis zu drei Jahren im Krippenneubau bleiben und schon jetzt das Geschehen auf der Baustelle aufmerksam verfolgen.

Nötig wurde der Neubau, weil das Kindergartenstammhaus in die Jahre gekommen war. Bereits Anfang 2018 musste das Obergeschoss aus Brandschutzgründen geschlossen werden, im März 2019 wurde das gesamte Haus abgerissen, um Platz für den Neubau zu machen. Möglich ist das Bauvorhaben nur dank zahlreicher Fördermittel. So fördert der Bund den Bau mit 900.000 Euro, der Landkreis gibt 90.000 Euro hinzu, knapp 400.000 Euro bringt die Gemeinde auf.

Ein Riesenvorhaben, und so mahnte Jörg Höllmüller, der 2. Beigeordnete des Landrates, die Kinder denn auch: „Passt gut auf, was hier in die Höhe wächst. So etwas seht ihr nicht noch einmal in eurem Leben.“ Jedem Kind, das den Bau in einem Bild festhält, versprach er ein kleines Geschenk zur Einweihung des Hauses.

Und so wird es in den folgenden Monaten in der Kita wahrscheinlich klingen: „Wer will fleißige Künstler sehen…“