Kinder- und Jugendheim Burgstädt erhält Preis für Respekts-Projekt

26. März 2018

Als zweite Einrichtung erhielt jetzt unser Kinder- und Jugendheim Burgstädt einen Preis für sein Respekts-Projekt. Zur feierlichen Preisübergabe am Montag mit Vorstand Matthias Lang und HzE-Fachbereichsleiter Henry Weyhmann erinnerten sich zwei Jugendliche noch einmal daran, wie sie im vergangenen Jahr eine komplette Zeitung zum Thema Respekt erstellt haben. Darin zu finden sind Texte zu Mobbing, Regeln im Netz, Strichmännchen-Stories, Interviews, O-Töne, Fotogeschichten und sogar eine Love-Story.

Das Projekt überzeugte die Jury, die dafür einen ersten Preis in der Kategorie „Respekt im Umgang miteinander“ in Höhe von 500 Euro verlieh. „Es hat viel Spaß gemacht“, erzählte die 15-jährige Pamela am Montag. Und Esther aus der Mutter-Kind-Wohngruppe ergänzt: „Respekt ist eine Tür, die jedem offensteht und nie geschlossen werden sollte. Es ist ein Grundbedürfnis jedes Menschen.“

In der Auswertung zur Gruppensprecherrunde fand die Zeitung viel Lob. „Sie war in manchen Situationen ein Anstoß für Veränderung“, sagen die Kinder, „oft haben wir aber auch festgestellt, dass wir vieles schon richtigmachen.“ Mit dem Preisgeld wollen die Kinder deshalb gern für jeden „Jung-Redakteur“ ein Exemplar der Zeitung drucken lassen. Außerdem soll davon ein neues Spielgerät für den Außenbereich angeschafft werden.

Zum Hintergrund:

„Respekt!“ hieß es im vergangenen Jahr in zahlreichen Kinderarche-Einrichtungen. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins gab es nicht nur einen Fachtag unter dem Motto „Ungehorsam, ungehobelt, ungezogen: Mit Respekt wär‘ alles gut …?!“ Auch die Kinder und Jugendlichen in den Kitas, Wohngruppen und Mutter-Kind-Häusern setzten sich in vielfältiger Weise mit einem Thema auseinander, das ihr Zusammenleben und den Umgang mit ihrer Umwelt Tag für Tag prägt.

Die beeindruckenden Ergebnisse der insgesamt 23 Projekte begutachtete eine hochkarätig besetzte Jury, in der Diakonie-Direktor Christian Schönfeld, MDR-Redakteurin Ines Meinhardt, Simone Olma vom Landesjugendamt, Gisela Härtelt und Rosita Rewny als ehemalige Kinderarche-Mitarbeiterinnen, zwei Kinder aus dem Hort des Christlichen Kinderhauses „Guter Hirte“ und zwei Mädchen aus dem Integrativen Familienwohnen vertreten waren. In drei Kategorien kürten die Jury-Mitglieder acht Preisträger, die als Prämie jeweils 500 bzw. 350 Euro für weitere Projekte in den Einrichtungen erhalten. Für alle Einrichtungen, die nicht unter den Preisträgern sind, reicht der Verein eine Aner­kennung in Höhe von 100 Euro aus, weil jedes einzelne Projekt wertvoll und preiswürdig ist.