Kinderarche Sachsen e.V.

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Kinderarche und vdek starten neues Präventionsprojekt

05. November 2021

Die Kinderarche Sachsen und der Verband der Ersatzkassen (vdek) starten ein zweites gemeinsames Präventionsprojekt: Gestern unterzeichneten Kinderarche-Vorstand Matthias Lang und Silke Heinke, Leiterin der vdek-Landesvertretung Sachsen, in der Kinderarche-Geschäftsstelle den Vertrag für ein Gesundheitsförderungs-Vorhaben zur Vermeidung von Suchtproblematiken mit dem Titel „Unabhängig: Stark und selbstbewusst ins Leben“.

Zwei Jahre lang werden sich Kinder, Jugendliche und pädagogische Fachkräfte an fünf Kinder­arche-Standorten in Reichenbach, Lichtenstein, Lichtenberg, Burgstädt und Kamenz intensiv mit dem Thema Sucht auseinandersetzen. Ziel ist die Vermeidung bzw. Reduzierung von Suchtproblemen bei jungen Menschen. Damit die erarbeiteten Inhalte nachhaltig wirken, soll während der Projektlaufzeit ein trägereinheitlicher Fachstandard zur Suchtprävention ent­wickelt werden. Im Rahmen des Vorhabens werden externe Referenten an den fünf Projekt­standorten gemeinsam mit den Gruppen zunächst Verhalten und Verhältnisse vor Ort erfas­sen, um dann passende Angebote für die Kinder und Jugendlichen abzuleiten. Um das ver­mittelte Wissen zu festigen, ist auch ein Wochenendworkshop geplant.

„Nach dem im Juli 2020 erfolgreich abgeschlossenen, gemeinsamen Präventionsprojekt zur Ernährungs- und Bewegungsförderung mit dem Titel ‚Auf geht’s: Kerngesund und spring­lebendig‘ freuen wir uns auf diese zweite Runde“, so Kinderarche-Vorstand Matthias Lang. Er betont: „In unseren Einrichtungen spielen Suchtprävention und Gesundheitsförderung bereits jetzt eine wichtige Rolle. Wir sind jedoch auch dankbar für fachkundige Unterstützung in diesem Bereich.“

„Das Projekt mit der Kinderarche Sachsen ist Teil der Initiative ‚Gesunde Lebenswelten‘ der Ersatzkassen. Damit unterstützen wir Bemühungen, die Chancen auf ein gesundes Leben für sozial benachteiligte Menschen zu erhöhen. Mit dem Vorhaben zur Gesundheitsförderung sol­len die Grundsätze des Leitfadens Prävention qualitativ hochwertig und langfristig umgesetzt werden“, so Silke Heinke, Leiterin der vdek-Landesvertretung Sachsen.

Zum Projekthintergrund:

Es ist erwiesen, dass junge Menschen in der Kinder- und Jugendhilfe durch ihre höhere psychosoziale Belastung und aufgrund ihrer Vorgeschichte ein erhöhtes Risiko für Sucht­verhalten aufweisen und ein wesentlich höheres Konsumverhalten von Suchtmitteln zeigen als Gleichaltrige. So beginnen Kinder in der stationären Jugendhilfe schon mit elf bis zwölf Jahren zu rauchen, während das Einstiegsalter in der Durchschnittsbevölkerung bei 14 bis 15 Jahren liegt. Auch die Mediennutzung von jungen Menschen in der Jugendhilfe weist zum Teil exzessive Züge auf. Laut RKI verbringen junge Menschen mit niedrigem Sozialstatus bedeu­tend mehr Zeit mit elektronischen Medien als sozial besser gestellte junge Menschen.