Kinderarche-Vogtlandcup verbindet Teams und Nationen

06. Oktober 2018

Kampfgeist, Fairness und sportliche Höchstleistungen: Das sind die Worte, die am besten das Fußballturnier am 6. Oktober in Reichenbach beschreiben, als zum dritten Mal der „Kinderarche-Vogtlandcup“ ausgetragen wurde. Angereist waren neun Mannschaften von verschiedenen Jugendhilfeeinrichtungen aus Sachsen. Es traten Teams der AWO Zwickau, der Stadtmission Zwickau und das SOS Kinderdorf in Wettstreit mit Mannschaften der Kinderarche aus Crimmitschau, Lichtenstein, Naundorf/Radebeul und Reichenbach. Darunter einige Teams mit unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, sodass am Ende nicht nur verschiedene Einrichtungen, sondern mindestens zehn verschiedene Nationen zum Wettkampf antraten.

Gespielt wurde in zwei Altersklassen mit gemischten Teams. Mädchen wie Jungen, Syrer wie Afghanen, Große wie Kleine – geschenkt wurde sich nichts. Verbissen kämpften die Spieler um jeden Ball, um jede Torchance und davon gab es einige. Manch einer muss noch in sein Trikot und die Stutzen hineinwachsen. Aber trotzdem wurde gerannt, was die kleinen Beine hergaben. Und manch einer legt schon eine richtig gute technische Klasse an den Tag.

Immer wieder bange Blicke auf den Spielerrängen. „Müssen wir das nächste Spiel hoch gewinnen?“, „Können uns die anderen noch einholen?“ – Fragen wie diese wurden vor allem zum Ende der jeweiligen Spiele gestellt. Schirmherr Stephan Hösl, Landtagsabgeordneter der CDU, überreichte die von ihm und der Sparkasse Vogtland gestifteten Pokale und Medaillen. Auch Wilfried Jänner und Silke Landmesser, die Organisatoren vom RFC, fanden anerkennende Worte für die Mannschaften.

Den Siegerpokal des Turniers trugen in der jüngeren Altersklasse die Jungs aus Lichtenstein nach Hause. Bei den älteren waren dies die Jungs der umA-Einrichtung der Diakonie Stadtmission Zwickau.

Es entwickelte sich ein Gefühl der Gemeinschaft und für einen kurzen Augenblick schienen alle Ergebnisse, geschossenen und kassierten Tore nebensächlich. Wenn alle Spieler sich nach der Siegerehrung die Hand geben, wenn keine schlechten Worte fallen, wenn man so angenommen wird, wie man ist, lässt uns das mit einem guten Gefühl nach Hause gehen. Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr!

Vielen Dank allen Organisatoren und Teilnehmern für diese tolle Veranstaltung!