Mutter-Kind-Haus Leubnitz erhält Preis für Respekts-Projekt

29. März 2018

Für sein Projekt „Ein Storch im schützenden Nest“ hat das Mutter-Kind-Haus Leubnitz einen zweiten Preis der Kategorie „Respekt im Umgang miteinander“ erhalten. Zur feierlichen Preisverleihung am Gründonnerstag mit Kinderarche-Vorstand Matthias Lang und HzE-Fachbereichsleiter Henry Weyhmann erzählten die Mütter noch einmal von diesem Projekt. Von März bis Mai waren sie damit beschäftigt, einen Storch im schützenden Nest zu basteln und sich während der vielen Werkel-Stunden ausführlich über damit verbundene Gefühle, Wünsche und Zukunftsvorstellungen auszutauschen. Der Storch hält eine Arche im Schnabel, in der kleine Babys aus Gips liegen. Das gemeinsame Basteln war immer wieder Anstoß, sich Gedanken zu machen und auszutauschen über Respekt vor dem (werdenden) Leben und darüber, was sich die Mütter für ihr Kind und das gemeinsame Leben wünschen.

Für dieses Projekt erhält die Gruppe jetzt eine Prämie in Höhe von 350 Euro. Jeweils eine Anerkennung in Höhe von 100 Euro erhalten außerdem die Gruppe 1 für ein Kochbuch und die Mädchen-Wohngruppe für ihren „Respekts-Menschen“. Die jungen Frauen haben bereits entschieden, wofür das Preisgeld verwendet werden soll: Sie wollen davon gern eine Spielekiste für die Kinder kaufen sowie eine Mikrowelle und Küchengeräte anschaffen.

Zum Hintergrund:

„Respekt!“ hieß es im vergangenen Jahr in zahlreichen Kinderarche-Einrichtungen. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins gab es nicht nur einen Fachtag unter dem Motto „Ungehorsam, ungehobelt, ungezogen: Mit Respekt wär‘ alles gut …?!“ Auch die Kinder und Jugendlichen in den Kitas, Wohngruppen und Mutter-Kind-Häusern setzten sich in vielfältiger Weise mit einem Thema auseinander, das ihr Zusammenleben und den Umgang mit ihrer Umwelt Tag für Tag prägt.

Die beeindruckenden Ergebnisse der insgesamt 23 Projekte begutachtete eine hochkarätig besetzte Jury, in der Diakonie-Direktor Christian Schönfeld, MDR-Redakteurin Ines Meinhardt, Simone Olma vom Landesjugendamt, Gisela Härtelt und Rosita Rewny als ehemalige Kinderarche-Mitarbeiterinnen, zwei Kinder aus dem Hort des Christlichen Kinderhauses „Guter Hirte“ und zwei Mädchen aus dem Integrativen Familienwohnen vertreten waren. In drei Kategorien kürten die Jury-Mitglieder acht Preisträger, die als Prämie jeweils 500 bzw. 350 Euro für weitere Projekte in den Einrichtungen erhalten. Für alle Einrichtungen, die nicht unter den Preisträgern sind, reicht der Verein eine Aner­kennung in Höhe von 100 Euro aus, weil jedes einzelne Projekt wertvoll und preiswürdig ist.