Staatssekretärin besucht Kinder- und Jugendheim Crimmitschau

07. Mai 2019

Welche Rolle spielt Heimerziehung in der öffentlichen Diskussion? Wie können wir Nachwuchs für den Beruf des Erziehers gewinnen? Warum wird in der Erzieherausbildung das Arbeitsfeld der Heimerziehung nur marginal gestreift? Die Fragen, die Sonja Dietrich am Dienstag mit Staatssekretärin Regina Kraushaar diskutierte, hatten es in sich. Sie liegen der Einrichtungsleiterin unseres Kinder- und Jugendheimes Crimmitschau am Herzen, und so nutzte sie den Besuch der Politikerin für einen intensiven Austausch.

Zustandegekommen war der Termin auf Anregung des Landtagsabgeordneten Jan Löffler. Dieser hatte im Dezember eine Spendenübergabe mit dem Botschafter des Spielens im Kinder- und Jugendheim Crimmitschau begleitet und danach die dort angesprochenen Probleme mit nach Dresden genommen. Schon damals versprach Löffler, das Thema mit der Staatssekretärin zu besprechen und sie zu einem Besuch in der Kinderarche-Einrichtung zu bewegen.

Reichlich zwei Stunden nahmen sich Regina Kraushaar und Jan Löffler Zeit für das Gespräch. Sonja Dietrich betonte ihre Unzufriedenheit damit, wie wenig Beachtung einerseits das Arbeitsfeld der stationären Kinder- und Jugendhilfe erziehungs- und bildungspolitisch findet und welchem großen Kostendruck die freien Träger andererseits unterliegen, ihre Wirksamkeit nachzuweisen. "Vergessen wird dabei auch, dass wir eine wichtige gesellschaftliche und komplexe Aufgabe zur Inklusion leisten, bei der wir nur wenig Unterstützung erhalten", so Dietrich.

Kraushaar hörte sich die Wünsche der Crimmitschauer Kollegen aufmerksam an und versprach, sich zum Beispiel für ein breiteres Weiterbildungsangebot im Bereich der stationären Jugendhilfe einzusetzen. Jan Löffler will für die dringend notwendige Sanierung des Dachgeschosses unseres Hauses 3 in Crimmitschau auf die Suche nach Fördermöglichkeiten gehen.

Wir danken Regina Kraushaar und Jan Löffler herzlich für ihren Besuch und ihre Zeit und hoffen sehr, dass unsere Anliegen in der Landespolitik Gehör und Resonanz finden.