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Fotoatelier Schmidt

Um Punkt sechs Uhr am Freitagabend brachte der Bürgermeister die Lichter am Weihnachtsbaum zum Verdunkeln. Die Olbernhauer Posaunengruppe begleitete dies mit weihnachtlichen Klängen.

„… jetzt blasen wir die Lichter aus!“

Der 2. Februar ist Lichtmess und dieser Tag ist im Erzgebirge als der letzte Tag der Weihnachtszeit bekannt. In Olbernhau werden an diesem Tag abends um sechs traditionell die Weihnachtslichter ausgeblasen und die Beleuchtung des Weihnachtsbaumes am Markt gelöscht. Dazu gibt es ein kleines Rahmenprogramm.

Das war für uns von der WG 1 in Lichtenberg an diesem Freitag Anlass, die Tagesroutine einmal über den Haufen zu werfen und mit drei Kindern und unserer Praktikantin Anna Hübler nach Olbernhau aufzubrechen. Unser Hausmeister Bernd Merkel begleitete uns. Zunächst versammelten wir uns in der Kirche, welche sich bald bis auf den letzten Platz füllte und wo uns ein kleines musikalisches Programm geboten wurde. Beeindruckt lauschten die Kinder und Erwachsenen den Klängen der Orgel und nahmen die wunderschöne Krippe in Augenschein. 

Danach ging es nach draußen, wo der Bürgermeister um Punkt sechs die Lichter am Weihnachtsbaum zum Verdunkeln brachte. Die Olbernhauer Posaunengruppe begleitete dies, zum letzten Mal für diese Saison, mit weihnachtlichen Klängen. Während wir geraume Zeit nach einer kleinen Stärkung anstehen mussten, hielt Pfarrer Scheunpflug eine Andacht. Es sei eine Botschaft der Weihnachtszeit für das ganze Jahr, sich auch in aufgeregten Zeiten nicht von Emotionen leiten zu lassen. Zu oft werde das vergessen. Er kenne aus allen politischen Lagern vernünftige Menschen, mit denen man sprechen müsse.

Nachdenklich nahmen wir Abschied von der Weihnachtszeit und fuhren, die dunkle Stadt hinter uns lassend, nach Hause in die WG. Naja, nur zehn Monate, dann nimmt uns der Zauber von Weihnachten wieder gefangen.

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