Angekommen in der Kinderarche Sachsen

23. August 2020

Von der Kinderarche Sachsen will Nico Stötzner nicht mehr weg. Nach einem halben Jahr in unserem Kinderhaus „Sterntaler“ in Crimmitschau war er ein ganzes Jahr anderswo – er hatte die Chance einer Kita-Leitung in Altenburg ergriffen –, kam aber sofort zurück, als sich die Gelegenheit bot. „Ich habe mich in der Kinderarche einfach viel wohler gefühlt“, erzählt der 31-jährige Heilerziehungspfleger. „Ich gehe jeden Tag gern auf Arbeit, ich spüre den Rückhalt in meinem Team, und beim Vorstand und der Fachbereichsleitung finde ich immer ein offenes Ohr.“ Das hat er bei vorherigen Trägern schon anders erlebt – da war er mit seinen Ideen und Anregungen einfach nur angeeckt.

Jetzt ist er angekommen – im Kinderhaus „Sterntaler“, aber auch in der Kinderarche insgesamt. In der Corona-Krise war es für ihn keine Frage, im gegenüberliegenden Kinderheim auszuhelfen. „Das war eine gute, eine positive Erfahrung“, erzählt er, „und ich hätte sofort auch dort anfangen können, aber nach vier Jahren Schichtarbeit bin ich froh über die Work-Life-Balance, die mir mein Job erlaubt.“

Natürlich ist er in seinem Kita-Frauen-Team der Hahn im Korb, aber das stört den jungen Mann nicht. „Ein männlicher Part im Team ist nicht schlecht“, sagt er augenzwinkernd, „gerade für die Jungs ist es gut, einen Mann in der Kita zu haben.“ Er sei nicht so der Kreative, sagt Nico Stötzner von sich, aber neulich hat er mit den Kindern eine Tankstelle gebaut: aus einer Palette und einem Staubsauger­schlauch – „das ist eine super Ergänzung zu dem, was die Frauen anbieten.“

Ihm gefällt es, dass jeder seine Fähigkeiten und Talente in den Kita-Alltag einbringen kann, dass er zwar einen Plan für den Tag hat, der aber dann doch ganz anders wird. „Jeder Tag bringt einen kleinen Fortschritt bei einem Kind“, erzählt er, „das ist jedes Mal ein kleines Wunder.“ Aktuell lässt sich Nico Stötzner zum Praxisanleiter weiterbilden, weil er sich noch gut erinnern kann, wie aufgeregt er selbst an seinem ersten Tag als Praktikant war. „Ich möchte von meinen Erfahrungen weitergeben“, sagt er, „und anderen den Anfang erleichtern.“

Den größten Teil seiner Freizeit ist Nico Stötzner als stellvertretender Vorsitzender in einem Handball­verein aktiv, sitzt jedoch auch gern mit einem Buch auf der Terrasse. Sogar sein jüngstes Hobby „verdankt“ der junge Mann der Kinderarche: Nach einem Brutaufzucht-Projekt in der Kita hatte er Mitleid mit den Wachtel-Jungen – und teilt nun seinen großen Garten mit einem Hahn und sieben Hennen…