Diakonie-Chefs aus ganz Deutschland zu Gast in Radebeul

01. Oktober 2020

Wie ist die Kinder- und Jugendhilfe durch die Corona-Krise gekommen? Was tun bei sexuellen Übergriffen? Kann man in Zeiten des Fachkräftemangels dennoch gute Mitarbeiter gewinnen? Fragen wie diese bewegten die insgesamt 14 Geschäftsführer und Vorstände aus großen diakonischen Einrichtungen in ganz Deutschland, die sich gestern und heute in der Geschäftsstelle der Kinderarche Sachsen in Radebeul getroffen haben.

Anlass war das zweimal im Jahr stattfindende Forum „Diakonische Unternehmungsleitungen“, das der Evangelische Erziehungsverband (EREV) an wechselnden Orten veranstaltet.

„Wichtig ist uns einerseits, dass wir uns über Themen austauschen, die uns alle betreffen“, erklärt EREV-Geschäftsführer Dr. Björn Hagen, „andererseits nutzen wir die Treffen, um die Besonderheiten eines Trägers vor Ort kennen zu lernen.“ So hörten die Diakonie-Chefs gestern einen Vortrag des Meißner Jugendamtsleiters Stefan Sári zum Umgang mit Corona in der Kinder- und Jugendhilfe und erfuhren, welchen Weg die Kinderarche Sachsen bei der Entwicklung einer Arbeitgebermarke geht. Heute lernten sie die Arbeit der Landesfachstelle „Blaufeuer“ kennen, die Fachkräfte in Fällen sexueller Grenzverletzungen durch Minderjährige berät.

„Wir freuen uns, dass die Kinderarche Sachsen nun schon zum dritten Mal Gastgeber des EREV-Forums sein darf und Raum für wichtige Impulse und Austausch bieten kann“, sagt Kinderarche-Vorstand Matthias Lang. „Einerseits erhielten wir viel Input aus anderen Einrichtungen, z.B. zur digitalen Zukunft in der Kinder- und Jugendhilfe, andererseits konnten wir unsere guten Erfahrungen aus dem pädagogischen Alltag in unseren Wohngruppen weitergeben.“