„Endlich wieder etwas Normalität!“

29. Mai 2020

In Deutschland öffnen die Schulen schrittweise wieder ihre Türen. Darüber freuen sich die Kinder und Jugendlichen aus unseren Wohngruppen. „Endlich kann ich meine Freunde wiedersehen“, jubelt zum Beispiel die 16-jährige Emily aus unserer Wohngruppe Lichtenstein. Für sie stellen die ersten Schulalltage eine besondere Herausforderung dar, denn sie startet direkt in die Prüfungsphase. Etwas Angst hat sie schon, denn den Lernstoff musste sie in den letzten zwei Monaten ohne Hilfe ihrer Lehrer wiederholen. Dennoch ist sie zuversichtlich, den Schulabschluss zu erreichen, denn die Vornoten sind gut.

Besondere Freude herrschte bei den Kindern und Jugendlichen, aber auch ihren Familien, dass nun Beurlaubungen nach Hause wieder möglich sind. Der 14-jährige Joshua tanzte vor Freude und konnte es kaum erwarten. Er hatte vor drei Wochen Geburtstag und kann diesen nun mit seiner Mutter, dessen Lebensgefährten und Geschwistern nachfeiern. Als er am Sonntag in die Wohngruppe zurückkehrte, war er etwas traurig: „Es war so schön zu Hause, aber die vier Tage sind viel zu schnell vergangen.

Die Kinder und Jugendlichen, die nicht zu ihren Familien fahren konnten, erlebten einen sonnigen Tag am Haselbacher See im Altenburger Land. Dort angekommen gab es für jeden erstmal Pommes und Chicken Nuggets. Zwei Bewohner trauten sich sogar ins kühle Nass, während manch andere den Sand und das Gras unter ihren Füßen bevorzugt haben. Im Laufe des Nachmittags entspannten sie bei Spiel, Spaß und leckeren Eis. Auf der Rückfahrt erfreute sich so mancher an Dingen, die wir vor Corona nicht so wahrgenommen haben. „Ist das ein schöner Sonnenuntergang. Oh wie süß, ein Fohlen“, freute sich Katharina (18 Jahre).

Es ist schön und für die Kinder besonders wichtig, dass man zumindest einen kleinen Schritt zurück in die Normalität gehen kann. Und es ist schön, dass wir uns an uns so bekannten und alltäglichen Dingen wieder erfreuen. Lasst uns das beibehalten, auch nach Corona!