Erste Hilfe für das Sandmännchen

27. September 2020

Das Sandmännchen kennt wohl jeder: Jeden Abend besucht der bärtige Mann Kinder, erzählt ihnen eine spannende Gutenachtgeschichte, streut Schlafsand in ihre Augen und lässt so Träume entstehen. Der Sandmann spielt auch beim sechsjährigen Max aus der Heilpädagogischen Wohngruppe in Lichtenstein eine nicht unerhebliche Rolle. Jeden Abend schaut er um kurz vor 19 Uhr das Sandmännchen auf dem Kindersender KIKA und danach geht es ins Bett. Doch für den heutigen Abend war das Vorhaben gefährdet.

„Mein Sandmann ist kaputt…“, ertönte es weinerlich vom Flur in die Küche. Herein kam Max, in der Hand hielt er seinen Sandmann. Der Junge weinte bitterlich und große Tränen liefen über sein Gesicht. Zu sehen war ein Sandmann ohne Mütze, mit halbrunden Haarausfall und einem Loch am Hinterkopf. „Oh weh,“, sagte die Erzieherin. „Da hat der Sandmann beim Bad in der Waschmaschine wohl seine Mütze verloren und sich verletzt.“

Gemeinsam mit Max verarztete sie das Loch am Kopf mit einem Tempotaschentuch und ging auf die Suche nach Materialien, aus denen eine neue Mütze hergestellt werden konnte. Schnell wurde das Passende gefunden, zurechtgeschnitten und auf dem Kopf befestigt. Nach nur wenigen Minuten hatte das Sandmännchen eine neue Mütze.

Max strahlte über das ganze Gesicht: „Oh wie toll! Danke! Dafür darf der Sandmann heute Nacht bei dir schlafen, damit du auch was Schönes träumst.“

Max lag am Abend zufrieden im Bett und die Erzieherin freut sich auf ihre Nachtbereitschaft mit schönen Träumen…

Wir danken an dieser Stelle herzlich allen Erzieher*innen, die eben viel mehr sind als nur das und auch als Sanitäter, Tröster, Lebensretter, Mutspender und Rückenstärker Tag für Tag im Einsatz sind!