Ferien in Seyde: Bratwürste einfach selbst gemacht

19. April 2020

Während die ersten in unserer Wohngruppe in Seyde den Beginn der Osterferien ohne Lernzeit, Sport und Hausarbeit genossen, freute sich Hermann auf den Plan des Erziehers René Lorenz, mal selbst Bratwürste herzustellen. Von der Idee ging es los zur Umsetzung, Bestellung beim Fleischer der Region, dann die Abholung, ein kleiner Laden, viele Kunden und immer durfte nur einer rein. Abstand halten hieß es also auch hier.

Am Vorabend zu Hause die gute Küchenmaschine der Frau eingepackt und natürlich die Wurstpresse. Die Gewürzmischung durfte auch nicht fehlen, und dann konnte es schon losgehen. In unserer kleinen WG-Küche nochmal den Arbeitsplatz desinfiziert, dann fing Hermann an, das Fleisch zu schnippeln, so dass es durch den Fleischwolf passte, während ich den Darm nochmals spülte. Schnippeln, würzen, durch den Fleischwolf drehen, nochmals kräftig kneten, dann in die Wurstpresse und dann ab in den Darm, schon ein ganzes Stück Arbeit.

Dann hatten wir eine etwa 3,70 Meter lange Bratwurst auf unserem doch recht kleinen Arbeitstisch liegen. Nun hieß es noch, diese zu normal großen Bratwürsten zu drehen, auch das gelang gut, nur eine platzte. Das Ergebnis waren 15 Bratwürste, aus dem Rest der Masse wurden Klopse geformt und alles ab in den Kühlschrank. Eine kleine wohlverdiente Pause, bis es am Abend an die Vorbereitungen des Verputzens unseres geschaffenen Tageswerks ging.

Der Grill wurde angezündet, die Terrasse aus ihrem Winterschlaf erweckt. Plötzlich fingen auch die anderen an, munter zu werden und begannen mit der Vorbereitung des Tisches, holten Teller, Besteck, Getränke, Senf, Ketchup und was man noch alles so zum Essen braucht herzu.

Damit jeder seine Bratwurst auch heiß genießen konnte, durfte heute mal in Etappen mit dem Essen begonnen werden. Fazit des Abends: Hermann und ich bekamen für unsere schmackhaften Bratwürste ein großes Lob von den anderen Mitbewohnern.

Hier könnt ihr unser Abenteuer in einer kleinen Dia-Show verfolgen.