Kinderarche Sachsen e.V.

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Termine

Montag, 16. Dezember 2019

HPZ-Weiterbildung: Wir gratulieren den erfolgreichen Absolventen!

15. November 2019

Geschafft: Mit der Präsentation ihrer Projektarbeiten beendeten am 15. November insgesamt 15 Kinderarche-Mitarbeitende die Weiterbildung zur Heilpädagogischen Zusatzqualifikation (HPZ). Im Rahmen der gemeinsamen Weiterbildung von Kinderarche Sachsen und Diakademie haben sie sich über einen Zeitraum von 15 Monaten mit gesellschaftlichen Grundhaltungen, Gesetzen, Formen der Behinderung, Entwicklungspsychologie sowie heilpädagogischen Methoden und der eigenen Haltung zum Kind auseinandergesetzt.

Im Kolloquium am 14./15. November präsentierten sie nun, wie sie die gewonnenen Erkenntnisse in einem 360 Stunden umfassenden Praktikum am eigenen Arbeitsplatz umgesetzt haben.

So berichtete Nancy Güths aus der „Villa Kunterbunt“ Freiberg von dem Märchen-Projekt, das sie gemeinsam mit „ihrem“ Integrationskind und den Vorschülern gestaltet hat. Es zeigte sich schnell, dass jedes Kind ein anderes Lieblingsmärchen hatte. Welches also auswählen? Geleitet von der Aussage der Kinder, dass ihnen die bösen Figuren in den Märchen überhaupt nicht gefallen, hat die Erzieherin mit den Kindern einfach ein eigenes Märchen geschrieben. Sie schilderte im Kolloquium, was auf dem Weg zur Aufführung beim Sommerfest alles gut gelungen ist und wie die gemeinsame Arbeit dem Integrationskind geholfen hat.

Kathleen Lomba aus der Heilpädagogischen Wohngruppe Borngasse hatte als Projekt die Begleitung eines Kindes mit individuellem Förderbedarf bis zum Schuleintritt gewählt. Sie begann ihre Präsentation mit einem Zitat des Heilpädagogen Paul Moor: „Nicht gegen den Fehler, sondern für das Fehlende!“ Dieser Satz hat sie in ihrem Projekt geleitet. Sie berichtete von der intensiven Arbeit mit dem Jungen, den die Kita als noch nicht schulfähig eingeschätzt hatte. Ausgehend von seinen Ressourcen und Interessen hatte die Erzieherin ein Konzept der vielfältigen Förderung gestrickt. Zum Ende des Projektes konnte sie stolz verkünden: „Er ist tatsächlich ein Schulkind geworden!“

Welche Überraschungen sie im Laufe ihres Projektes erleben durfte, das teilte Anne Nitz aus der Intensivpädagogischen Kleingruppe Niederbobritzsch im Kolloquium mit. Sie hatte ihr Projekt unter den Titel „Ich – Du – Wir“ gestellt und wollte vor allem die Selbstwahrnehmung der Kinder und Jugendlichen sowie die Akzeptanz und Toleranz im Alltag fördern. Sie war beeindruckt, wie gut sich die fünf Jungen der Wohngruppe kannten und wie positiv sie den anderen Rückmeldungen zu ihren Stärken geben konnten. Mit vielfältigen Methoden wie etwa einer Emotionsbox, Gefühlsbildern oder einer Handzeichnung mit fünf Stärken machte sich die Erzieherin mit den Jungs auf eine Reise ins eigene Ich und hin zum Gegenüber.

Kursleiterin Juliane Vogt und die Kinderarche-Fachbereichsleitungen Barbara Gärtner und Susan Gebhardt zeigten sich von den Präsentationen sehr beeindruckt. Sie lobten den Mut und die Bereitschaft der Kursteilnehmer, sich auf schwierige Themen einzulassen, die Kinder und Jugendlichen bei der Projektgestaltung zu beteiligen und einen guten Blick auf die jungen Menschen mit Förderbedarf zu haben. „Es ist ein toller Kurs“, so Juliane Vogt ein, „der bei allen Teilnehmern ganz viel bewegt hat.“

Wir gratulieren den Absolventen der Weiterbildung zur erfolgreichen Qualifizierung und wünschen ihnen, dass sie die gewonnenen Erkenntnisse in ihrer Arbeit gut umsetzen können!