„Ich will das Meer sehen…“

14. August 2018

So lautete der Wunsch zur Ferienfahrt 2018 der Wohngruppe Niederbobritzsch. Und den konnten wir den fünf Jungs erfüllen: Am 30. Juli ging es bei angenehmen 39 Grad Celsius vorerst an die Mecklenburgische Seenplatte nach Güstrow. Nach fünfeinhalb Stunden Fahrt erreichten wir die Jugendherberge und konnten erstmal Seeluft schnuppern. Mitsamt der Kleidung ging es vor Freude in das kühle Wasser. Den ersten Tag verbrachten wir komplett am Wasser mit Volleyball und Kartenspielen sowie Kunststücke beim Tauchen mit Flossen machen, Muscheln suchen und Sprung-Tricks üben.

Am zweiten Tag war es dann endlich soweit: Auf zum Meer! Unser Reiseziel war Stralsund mit einem Besuch des „Ozeaneums“. Dort verschafften sich die Jungs einen Überblick, welche Tieren sie am Strand, in der Luft oder im Wasser über den Weg schwimmen könnten. Sogar einen Pottwal, Blauwal sowie einen Orca als 1:1 Nachbildungen konnten wir sehen. Anschließend haben wir das Festland verlassen, um auf der Insel Rügen zum „Wellenreiter“ zu werden. „Huch, das Wasser schmeckt ja salzig und brennt in den Augen!“, stellte einer mit einem knausrigen Gesicht fest. Aber es war für alle eine tolle Erfahrung, die sie gern wiederholen möchten.

Am dritten Tag wurde der Wildpark in Güstrow besucht. Auf 200 Hektar konnten wir ganz dem Motto „Erlebe Wolf, Bär & Co. wilder als im Zoo!“ nachgehen. Angefangen im Aquarium, bei dem das Wissen vom Vortag wiederholt wurde, ging es in das Wildgehege zu den Rehen und Störchen. Danach durften wir den Weg im Moor nicht verlassen, um nicht auch zu einer „Moorleiche“ zu werden, über die wir gründlich aufgeklärt wurden. Auch der Torf sowie der Torfabbau und seine Folgen wurden uns auf dieser Reise erklärt. Das Highlight des Tages war allerdings der Kletterpfad. Dieser führte uns durch das Luchs-Gehege über schwierige Seile und Baumstämme zu dem Blick über die Bären-Lounge. Anschließend kletterten wir durch Höhlen zu dem Wolfsrudel, welches sich in der Mittagssonne sonnte. Zum Abschluss waren alle im Streichelzoo und freuten sich über die kleinen Ziegen, wo getestet werden konnte, wer den größten „Dickkopf“ hat.

Kurz bevor es nach Hause ging, machten wir einen Halt an der Ernst-Barlach-Stiftung und nahmen an einem „Filz-Kurs“ teil.

Das kreative Herstellen der verschiedenen Figuren machte den Jungs so viel Spaß, dass sie am liebsten noch mehr davon gemacht hätten, auch wenn wir uns mehrmals in den Finger gestochen haben. Aber ein echter Kämpfer kennt keinen Schmerz, und ein Künstler auch nicht.

Insgesamt war es eine sehr schöne Ferienfahrt mit vielen Eindrücken und Erlebnissen. Neue Freundschaften wurden auf dem Gelände der Jugendherberge geknüpft und wir freuen uns alle auf die neuen Abenteuer im nächsten Jahr.