Kinderarche Sachsen e.V.

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Kinderarche fordert: Sprach-Kitas müssen weiter finanziert werden

24. August 2022

„Was wäre, wenn die Bäume sprechen könnten?“ – „Was denkst du, was hinter dem Himmel ist?“ Schon mit allerkleinsten Kindern kann man mit solchen Fragen wunderbar ins Philosophieren kommen. Gabriele Bluhm kann sich die Zeit dafür nehmen. Als zusätzliche Sprach-Fachkraft in unserem Kinderhaus „Sterntaler“ in Crimmitschau nimmt sie sich mit kleinen Gruppen aus dem Kita-Trubel heraus und ermuntert auch die Kinder zum Sprechen, die sich in der großen Gruppe zurückziehen, weil sie nicht so gut mitreden können.

Die positiven Effekte der bundesweit rund 7.000 Sprach-Kitas stehen nun jedoch auf der Kippe. Denn im aktuellen Haushaltsplanentwurf der Bundesregierung für das Jahr 2023 wurden die Mittel für das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ ersatzlos gestrichen. Im vergangenen Jahr hatten die Regierungsparteien noch die Verstetigung des Programmes im Koalitionsvertrag vereinbart. Nun sollen aus Sicht der Bundesregierung keine Bundesmittel mehr bereitgestellt werden. Nach zwei Jahren Pandemie und der gestiegenen Zahl geflüchteter Menschen aus der Ukraine wäre die Streichung gerade dieser Mittel ein fatales Signal für Kinder, Familien und das Personal in Kindertageseinrichtungen.

Die Kinderarche Sachsen unterstützt deshalb eine breit angelegte Kampagne, die am 17. August gestartet ist und mit einer Bundestagspetition dafür sorgen soll, dass das Sprach-Kita-Programm bei den weiteren Verhandlungen im Bundestag doch noch mit den dafür benötigten 248 Millionen Euro pro Jahr hinterlegt wird. Erreicht die Petition 50.000 unterstützende Unterschriften, so führt dies zu einer öffentlichen Anhörung im Petitionsausschuss.

Wir bitten deshalb herzlich um Ihre Unterstützung! Unterzeichnen auch Sie bis zum 20. September die Petition unter folgendem Link: Startseite - sprachkitas-retten.de

Damit Kinder auch künftig die Chance haben, sich über ihren Kummer und ihre Anliegen auszutauschen. „Mir ist es wirklich ein Herzensanliegen, die Sprach-Kitas zu retten“, sagt Katrin Leschak, die Einrichtungsleiterin der „Sterntaler“. „Die gesellschaftliche Situation wird nicht leichter, viele Familien kommen mit der Unsicherheit nur schwer zurecht. Wenn die Kinder bei uns keinen Raum finden, in Ruhe über ihre Sorgen zu reden, weil es der schlechte Personalschlüssel nicht erlaubt, dann habe ich wirklich Angst um ihre gesunde Entwicklung.“