Kinderarche Reichenbach erhält Preise für Respekts-Projekte

29. März 2018

Gleich zwei zweite Preise in der Kategorie „Respekt im Umgang miteinander“ sind jetzt an die Kinderarche Sachsen in Reichenbach gegangen. Sowohl die Wohngruppe als auch die Sozialpädagogische Familienhilfe haben mit ihren Respekts-Projekten die Jury überzeugt. Zur Preisübergabe am Gründonnerstag mit Kinderarche-Vorstand Matthias Lang und HzE-Fachbereichsleiter Henry Weyhmann erzählten die Kinder und Jugendlichen noch einmal, was sie im Rahmen ihrer Projekte alles erlebt hatten. 

In der Wohngruppe setzte sich das Projekt aus verschiedenen Puzzle-Steinen zusammen: ein Dreiländer-Fußballturnier, ein Wochenende mit den Kindern aus dem Lebenshaus Lichtenstein in Einsiedel, das neue Aushandeln der Gruppenregeln, eine gemeinsame Ferienfahrt mit der umA-Gruppe; ein Wochenende im Tropical Island mit Kindern vom Kinderheim „Regenbogenhaus“ und eine Gesprächsrunde mit der Kriminalpolizei zu Verantwortung, strafbarem Verhalten, Lügen, Stehlen und Eigentum rundeten die Aktivitäten des Jahres ab.

In der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) stand das Sommerferien-Projekt unter dem Motto „Mut tut gut.“ Ziel war die Stärkung des Selbstvertrauens und sozialer Kompetenzen. Mit einem Plakat mit den Stärken jedes Kindes ging es los, Mut-Steckbriefe und Atemfrei-Angstvorbei-Übungen schlossen sich an. Dann ging es auf einen Trimm-Dich-Pfad, um sich für Tag 3 vorzubereiten: einen Ausflug zum Kletterparcours in Schöneck. Mit der Ermutigung der anderen und der eigenen Stärke haben sich alle Kinder hinaufgetraut – ein wunderbares Erfolgserlebnis für die Kinder.

„Durch das Projekt bin ich viel mutiger geworden“, erzählte Marvin zur Übergabe der Preise. „Und ich wusste schon vorher: Das wird Spaß machen.“ Mit dem Preis in Höhe von jeweils 350 Euro will das Team der SPFH pädagogisches Material wie Gefühlskarten und Spiele anschaffen. Die Mädchen und Jungen der Wohngruppe wollen davon einen Ausflug in den Trampolinpark „Jump House Leipzig“ finanzieren.

Zum Hintergrund:

„Respekt!“ hieß es im vergangenen Jahr in zahlreichen Kinderarche-Einrichtungen. Anlässlich des 25-jährigen Bestehens des Vereins gab es nicht nur einen Fachtag unter dem Motto „Ungehorsam, ungehobelt, ungezogen: Mit Respekt wär‘ alles gut …?!“ Auch die Kinder und Jugendlichen in den Kitas, Wohngruppen und Mutter-Kind-Häusern setzten sich in vielfältiger Weise mit einem Thema auseinander, das ihr Zusammenleben und den Umgang mit ihrer Umwelt Tag für Tag prägt.

Die beeindruckenden Ergebnisse der insgesamt 23 Projekte begutachtete eine hochkarätig besetzte Jury, in der Diakonie-Direktor Christian Schönfeld, MDR-Redakteurin Ines Meinhardt, Simone Olma vom Landesjugendamt, Gisela Härtelt und Rosita Rewny als ehemalige Kinderarche-Mitarbeiterinnen, zwei Kinder aus dem Hort des Christlichen Kinderhauses „Guter Hirte“ und zwei Mädchen aus dem Integrativen Familienwohnen vertreten waren. In drei Kategorien kürten die Jury-Mitglieder acht Preisträger, die als Prämie jeweils 500 bzw. 350 Euro für weitere Projekte in den Einrichtungen erhalten. Für alle Einrichtungen, die nicht unter den Preisträgern sind, reicht der Verein eine Aner­kennung in Höhe von 100 Euro aus, weil jedes einzelne Projekt wertvoll und preiswürdig ist.