Laute Klänge aus der Beethovenstraße

06. Juni 2019

Am Dienstag schwebten gegen Nachmittag rhythmische Klänge aus dem oberen Stockwerk unseres Kinder- und Jugendheimes in Burgstädt. Mal sanft und leise, mal laut und grob klangen die afrikanischen Trommeln. „Kongas“ und „Djembe“ nennen sich die Instrumente, die gespielt werden, erklärte uns Markus Barthold. Er spielt „Percussions“, ein Oberbegriff für Schlaginstrumente, seit mehr als 22 Jahren. Vor 15 Jahren gründete er eine Trommelschule, mittlerweile gibt er nur noch Workshops, leitet punktuell Gruppen an. Es ist ein Pilotprojekt in der Beethovenstraße, das wir aus Spenden der Radio-Aktion „Herzenssache“ finanzieren und das bei genügend Anklang vielleicht bald öfter stattfindet.

So auch an diesem Tag: Zuerst waren die Mütter aus unserer MuK-Gruppe dran. Markus brachte ihnen einfache Schlagrhythmen auf den Buschtrommeln bei. Auch wenn es anfängliche Schwierigkeiten mit dem Taktgefühl gab, spielten wir nach kurzer Zeit fast unisono. Es entsteht schnell ein Gefühl der Gemeinschaft, wenn man gemeinsam musiziert. Außerdem bringt es den Puls in Schwung und man kann mal so richtig seine Energie rauslassen.

Letzteres passierte vor allem, als die jüngste Gruppe sich an die Instrumente begab. Ein wildes Durcheinander an Getrommel und Geschrei entlud sich in Kürze vor den Augen von Markus und den Erziehern. In den Kinderaugen dagegen konnte man das Leuchten sehen. Es dauerte nicht lange, dann waren alle Kinder ein wenig erschöpft, aber auch aufnahmefähiger. So konnte auch hier zum Schluss schon ein kleiner Rhythmus gespielt werden. Kontakt mit Schlaginstrumenten hatte von den bisherigen Teilnehmern noch keiner, mit Spaß und Spannung dabei waren trotzdem alle.

Nach drei Stunden packte Markus seine Trommeln wieder ein. Er wird wiederkommen, denn sein Workshop hat Begeisterung bei Groß und Klein ausgelöst. Und vielleicht werden bald noch mehr Trommeln im Takt geschlagen und weitere tiefe Töne klingen aus dem obersten Stock der Beethovenstraße.