Lichtenberger wandern nach Amerika

21. Oktober 2018

Zu Fuß ein großes Ziel erreichen, einen neunen, unbekannten Ort entdecken, dies war der Plan für die diesjährige Herbstwanderung der Wohngruppe 1 aus Lichtenberg. Dazu wendete Jan Heger, der Erzieher, der seit mehreren Jahren für die Herbstwanderungen verantwortlich ist, den Blick vom Elbsandsteingebirge ab und schaute stattdessen nach Westen, nach Amerika. Doch wie sollte das innerhalb nur eines Tages realisiert werden? Ein Blick auf die Karte klärte auf. Doch die Kinder wussten davon noch nichts. Für sie stand fest: es ging wandern! Folglich waren die Emotionen zu Beginn des Tages entsprechend gemischt.

Als gegen Mittag der Bus am Höllteich bei Chursdorf (westlich von Burgstädt) zum Stehen kam, wusste keiner so recht, wo man sich gerade befand. Es hieß nur: „Wir wandern heute an der Zwickauer Mulde entlang.“ Und so spazierten die Kinder und Erzieher mit Rucksäcken bepackt los. Einem langgezogenen Anstieg durch den Wald folgte ein weiter Weg am Waldrand und über ein Feld entlang. Die Sonne hatte an diesem goldenen Herbsttag noch einmal viel Kraft und ließ einige schon richtig ins Schwitzen kommen. Fabian, einer der Jüngsten, hatte Mühe Schritt zu halten, ließ sich aber immer wieder motivieren. 

Eine Rast direkt an der Mulde im Schatten war eine Wohltat und ließ verlassene Kräfte wieder erstarken. Nach einigen weiteren An- und Abstiege durch den Ort Rochsburg und den benachbarten Wald taucht plötzlich ein Schild mit der Aufschrift „Amerika“ auf. Große Verwunderung bei vielen der Gruppe. Die Frage, ob nun Amerika ein Kontinent oder nur ein kleiner Ort war, konnte kurz darauf eindeutig beantwortet werden.

Am Bahnhof eines nur etwa 70 Einwohner zählenden Ortes war ein großer Schriftzug zu lesen, der eindeutig belegte: Amerika ist ein kleines Dorf (eigentlich ein Ortsteil der Stadt Penig). Der gleichnamige Kontinent liegt 6.000 Kilometer weiter westlich, zu weit für die diesjährige Herbstwanderung.

Mit müden Beinen schafften es die Großen und Kleinen wieder zurück zum Auto und vollendeten die Wanderrunde erfolgreich. Der Weg von 9,6 Kilometern war beispielsweise für Amy und Fabian die bis dahin längste je gelaufene Strecke, eine Leistung, auf die sie zu Recht stolz sein konnten.

Na dann, bis zur nächsten Wanderung.