Markkleeberger Kinder erholen sich in Binz

24. Juli 2018

Baden, Buddeln, Meer genießen! Unter diesem Motto startete die diesjährige Ferienfahrt der Wohngruppe 1 in Markkleeberg bereits am frühen Morgen des 4. Juli. In Rekordzeit erreichten wir unser Ziel: Binz auf Rügen an der Ostsee. Noch bevor wir in der Jugendherberge einchecken konnten, nutzten wir das herrliche Wetter für einen Besuch am Strand. Natürlich blieb es nicht beim zuvor vereinbarten Vorhaben, erst einmal nur zu schauen und vielleicht die ein oder andere Muschel zu finden. Ein Großteil des Strandes wurde in Windeseile eingesammelt und die sehnsüchtigen Blicke nach einer Abkühlung immer größer, so dass wir gar nicht anders konnten, als die Badesachen aus dem Bus zu kramen und uns ins Kühle Nass zu stürzen.

Später bezogen wir die Jugendherberge, wobei die Kinder sich sofort heimisch fühlten und keinerlei Berührungsängste zeigten, sondern stattdessen sämtliche Mitarbeiter der Unterkunft in ausführliche Gespräche vertieften. Am zweiten Tag erkundeten wir die nähere Umgebung. Wir wanderten zum Jagdschloss Granitz auf dem 107 Meter hohen Tempelberg und genossen – nach weiteren 154 Stufen die gusseiserne Wendeltreppe empor - die Aussicht über das 1000 Hektar große Waldgebiet der Granitz.

Auch der Ausflug am Folgetag zu Karls Erlebnis-Dorf nach Zirkow bereitete den Kindern große Freude. Neben unzähligen Artikeln rund um die Erdbeere bot der Hof den Kindern hier die Möglichkeit, sich auf riesigen Rutsch- und Klettertürmen auszutoben, Traktor zu fahren, Wasserbombenschlachten zu schlagen, Geschicklichkeitsübungen zu vollführen oder einfach nur den Streichelzoo zu besuchen.

Die Tage vier und fünf verbrachten wir wieder am Strand, wobei die Kinder besonders viel Freude daran hatten, sich in die Wellen zu stürzen oder Wassergräben anzulegen. Natürlich wurde der ein oder andere auch vergraben, letztendlich aber auch jeder wiedergefunden. Am sechsten Tag ging es ins Naturerbe-Zentrum Rügen, zum Baumwipfelpfad. Auf den 4 bis 17 Meter hohen Gängen lernten wir Spannendes und Wissenswertes rund um das Thema Natur kennen. Zudem offenbarte uns der 40 Meter hohe Aussichtsturm einen fantastischen Blick über die Rügener Landschaft.

Am siebenten Tag schien es das Wetter zunächst nicht gut mit uns zu meinen. Immer wieder fing es an, leicht zu regnen. Aber das hielt uns nicht davon ab, den Freizeit- und Miniaturenpark in Gingst zu besuchen. Es stellte sich sogar heraus, dass die augenscheinlich ungünstigen Rahmenbedingungen uns sogar zu Gute kamen. So konnten wir erst in Ruhe die zahlreichen Miniaturbauwerke bewundern und uns anschließend in aller Ausführlichkeit und ohne lange anstehen zu müssen den Fahrgeschäften widmen. Es wurde geritten, in Schwindel erregender Höhe Seilbahn gefahren, auf dem Wasser gesurft, auf Kartoffelsäcken gerutscht und in Karussells durchgeschüttelt, bis es tatsächlich wie aus Eimern schüttete und wir glücklich und zufrieden nach Hause zurück kehren mussten.

Der letzte Tag wiederum stand ganz im Zeichen unseres diesjährigen Schulanfängers. Nachdem er zuvor jeden einzelnen Tag seinen Zuckertütenbaum gegossen und entsprechende Geschichten vorgelesen bekommen hatte, war es nun soweit: Die Zuckertüte war ausgewachsen und durfte endlich gepflückt werden. Nachdem der Inhalt untersucht und jedes Kind mit einem Teil der Süßigkeiten bedacht wurde, besuchten wir noch gemeinsam die Galileo Wissenswelt in Prora. Die Kinder experimentierten, forschten und staunten, was das Zeug hielt und fielen am Abend geschafft von den vielen Eindrücken ins Bett.

Am darauffolgenden Tag endete unsere Ferienfahrt mit einem Besuch des Ausbildungsbootes Gorch Fock in Stralsund. Insgesamt verging die Zeit wie im Flug und wir danken den Spendern, die den Kindern und Jugendlichen der Wohngruppe diesen außergewöhnlichen Urlaub möglich gemacht haben!