Markkleeberger Kinder werden zu Studenten der Uni Leipzig

06. Dezember 2018

Jedes Jahr finden im Rahmen der Kinderuniversität Leipzig interessante Vortragsreihen für Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren statt. In diesem Jahr gab es Vorträge zu den Themen: „Was ist eigentlich die Wasserpest?“, „Kitzeln im Gehirn, was ist Humor?“, „Kinderrechte“ und „Auf den Spuren unserer Superhelden in Comics und Mangas“.

Sich mal wie ein Student fühlen, in einem großen Hörsaal zusammen mit vielen Kindern sitzen und das auch noch im Paulinum in der neuen Unikirche in Leipzig. Das war ein großes Erlebnis für ein paar Kinder der Wohngruppe Hauptstraße in Markkleeberg.

Mit viel Interesse verfolgten sie die Vorträge und haben zur großen Freude der Betreuer auch fleißig mitgeschrieben. Viel zu lachen gab es beim Vortrag über Humor – konnten die Kinder doch Witze erzählen, ihren Nachbarn kitzeln und dann sich selbst und über Gefühle sprechen. Man erklärte aber auch, dass Humor auch verletzend sein kann, z. B. wenn über andere Kinder gelacht wird.

Ein wichtiges Thema für jedes Kind sind die Kinderrechte. Eine Richterin hat neben allem Wissenswerten zu den Kinderrechten auch die zehn wichtigsten Kinderrechte aufgeführt. Dabei wurde z. B. auch gesagt, dass es neben dem „Recht auf Freizeit, Spiel und Erholung“ eben auch Pflichten gibt. Gerade dieses Thema beschäftigt die Kinder immer wieder. Es gibt bereits Ideen, das Thema Kinderrechte in der Gruppe erneut noch einmal etwas genauer zu diskutieren. Die Diskussionsführer werden dann natürlich unsere Mini-Studenten sein.

Zum Abschluss der Veranstaltungsreihe war das Thema „Superhelden“ sehr interessant. In einer Abstimmung konnten die Kinder ihre Lieblings-Superhelden wählen: Jungs die männlichen und Mädels die weiblichen Superhelden. Da es die ersten Comics schon Anfang des 19. Jahrhunderts gab und diese erst nur für Erwachsene gedacht waren, war es auch für uns Begleitpersonen neues Wissen. Die Kinder hatten viel Spaß und werden ganz bestimmt nächstes Jahr wieder dabei sein.

P.S.: Der Bericht ist aus Sicht unseres Ehrenamtlers Peter Feser geschrieben, dem wir an dieser Stelle noch einmal herzlichst für sein beständiges Engagement sowie die vielen tollen Erlebnisse danken wollen.