Kinderarche Sachsen e.V.

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Freitag, 25. Oktober 2019

Muk Burgstädt genießt das Meer

01. August 2019

In der letzten Juliwoche fuhren die Mütter und Kinder der Mutter/Vater-Kind Wohngruppe Burgstädt an die Ostsee. Die Mütter haben sich diesen Urlaub so sehr gewünscht, da die meisten bisher noch kein Meer sehen konnten. Umso größer war die Freude, als am ersten Abend nach dem Ankommen, Einrichten und Auspacken ein ausgedehnter Strandspaziergang auf dem Programm stand. Alle gemeinsam sind am Strand entlang geschlendert, waren begeistert von den Wellen der Ostsee, angetan vom Meeresrauschen. Kinder und Mütter haben voller Freude Muscheln und Steine gesammelt und sogar Quallen am Strand entdeckt. „Das schönste waren die vielen Möwen, die über unseren Köpfen geflogen sind“, sagte Esther aus der Wohngruppe.

Abgerundet wurde der Abend durch einen wunderschönen und farbenfrohen Sonnenuntergang, der nicht nur vom Strand aus beobachtet werden konnte, sondern auch direkt von der Unterkunft des Schawi Sport- und Jugendhotels, welches direkt hinter dem Strand liegt. Prächtige Farben in Orange, Rot und Lila färbten den Abendhimmel ein.

Am nächsten Tag ging es nach einem gemeinsamen Frühstück auf die Insel Usedom nach Koserow zu Karls Erlebnis-Dorf. Dort gab es viele Leckereien zu kosten, Pferdereiten und eine Wellenrutsche, welche für Begeisterung sorgte. Und die Mitnahme von leckerer Erdbeermarmelade durfte natürlich auch nicht fehlen. Der anschließende Besuch der Seebrücke in Heringsdorf sorgte für viel Erstaunen bei den Müttern und Kindern.

Um auch diesen Tag schön abzurunden, fuhr die Gruppe mit der Kaiserbahn nach Ahlbeck und zurück. In Ahlbeck wartete eine Überraschung für die Kleinen, denn dort gab es den Olaf aus dem Film der Eiskönigin zu sehen. Und so antwortete der kleine Jace (3 Jahre), bei der Frage: „Was hat Dir besonders gefallen?“ mit: „Olaf“. Zurück in Lubmin konnte abends der Sonnenuntergang wieder genossen werden. Um diesen Ort bewusst genießen zu können, boten die Erzieherinnen noch Yoga am Strand an.

Den Mittwoch wollten die Mütter mit ihren Kindern gerne als Strandtag gestalten, so machten sich alle auf dem Weg mit Bollerwagen voller Spielzeug, mit Pop-Up Zelten und den großen Kinderarche-Schirmen. Die Kinder haben es sehr genossen, im Sand zu spielen, zu matschen, zu buddeln und auch die Mütter sind dabei wieder zu Kindern geworden. Silvia sagt: „Beeindruckend war, dass der Sand so ganz fein und pudrig war, der war einfach überall, auch nach dem Abwaschen“. Die vielen Spiel- und Beschäftigungsmöglichkeiten hätte es gar nicht benötigt, denn das Wasser und der Sand war alles, was die Mütter und Kinder gebraucht haben, um Spaß zu haben.

Dafür kamen diese nach dem Abendessen noch zum Einsatz: Es wurde Frisbee gespielt, Tischtennis, Slackline, Federball, Yoga usw. Der ausgedehnte Platz vor dem Sport- und Jugendhotel bot genügend Möglichkeiten für Freizeitgestaltung. Auch hier durften die abendlichen Yogaübungen natürlich nicht fehlen, mit Sonnenuntergang und Wellenrauschen im Hintergrund.

Was besonders in Erinnerung geblieben ist bei den Müttern und Kindern war der Besuch der Tauchgondel am Donnerstag. Hierfür ist die ganze Gruppe nach Zinnowitz auf die Seebrücke gefahren. Silvia erzählt immer wieder: „Es kam ein neugieriger Barsch vorbeigeschwommen unter Wasser“ und lacht dabei. Ein weiteres Highlight war der anschließende Besuch in Trassenhaide bei dem „kaputten Haus“, wie es Jace und Ricardo (beide 3 Jahre) nennen. Damit ist die Ausstellung „Die Welt steht Kopf“ gemeint. Die beiden Jungs waren völlig überrascht, dass alles auf dem Kopf stand, und sprechen auch heute noch immer wieder vom kaputten Haus. Anschließend wurde noch die Promenade in Trassenhaide auf Eis und Fischbrötchen besucht. Zurück in Lubmin hat es alle wieder an den Strand gezogen.

Am Freitagmorgen gab es Programm für die Kleinsten, nämlich das Kaspertheater auf der Waldbühne in Lubmin. Nicht nur die Kleinen, auch die Mütter haben mitgesungen und große Freude dabei erlebt. Im anschließenden Minigolf kamen verborgene Talente der Mütter zum Vorschein, allen hat das Spielen einen großen Spaß gemacht, so dass dies auch nach dem Urlaub noch weiterverfolgt werden soll. Der letzte Tag vor der Abreise wurde ab nachmittags wieder am Strand genossen, bevor sich alle aufmachten zum gemeinsamen Abendessen im italienischen Restaurant.

Am Abreisetag waren schon vor dem Frühstück alle Taschen gepackt, die Zimmer abgenommen und die Taschen im Auto verstaut. Nach mehreren Staus kam die Wohngruppe ca. 17:30 Uhr wieder in Burgstädt an. Alle waren erschöpft und froh, nach der langen Fahrt wieder zu Hause zu sein. Aber die Erlebnisse und Erinnerungen – an Sand, Strand, Wasser und die wunderschönen Sonnenuntergänge – bleiben erhalten.

Vielen Dank an die beiden Unterstützerinnen Frau Enge und Frau Simon, wie auch an Baude und Werner, die es ermöglicht haben, mit einem zusätzlichen Auto an die Ostsee zu fahren.

Marian Goldammer-Tschinke