Mutter-Kind-Gruppe Burgstädt feiert zehnjähriges Bestehen

03. Juli 2019

Mit einem fröhlichen Sommerfest feierten die Kinder, Jugendlichen, Mütter, Erzieher und Gäste am Mittwoch das zehnjährige Bestehen der Mutter-Kind-Wohngruppe in Burgstädt. Die Gruppe wurde im Mai 2009 im Erdgeschoss des Kinder- und Jugendheimes in der Beethovenstraße eröffnet, weil der Bedarf für dieses Angebot immer größer wurde. Die erste Mutter kam gleich mit drei Kindern, zwei davon lebten mit ihr in der Wohngruppe.

Von den Höhepunkten der vergangenen zehn Jahre und vom Alltag in der Gruppe berichteten zu Beginn des Festes ausschließlich die Bewohnerinnen selbst. Romy hatte ein Gedicht geschrieben und trug es vor den zahlreichen Gästen vor, alle Mütter hatten gemeinsam einen Tanz mit bunten Tüchern einstudiert, und Erzieherin Damaris Stiegler fasste das Besondere der Gruppe ebenfalls in einem Gedicht zusammen. Da hieß es dann: „Doch bald schon war die Hütte voll mit Leben – und wir fanden’s toll! Seitdem wird hier gelebt, gelacht, gelernt und Fortschritte gemacht. Es wird gewickelt und gebadet, gestillt (das hat noch kein’m geschadet), es werden Fläschchen warm gemacht und halbe Nächte durchgewacht. Es wird gemeckert und gestritten und sich vertragen und inmitten des ganzen Trubels diskutiert, gefachsimpelt und ausprobiert, es wird gekocht, gespielt, gesungen. Und ist mal etwas nicht gelungen, gibt es Ermutigung bestimmt, dass es ein gutes Ende nimmt.“

Etwa 50 Mütter und Väter haben in den vergangenen zehn Jahren in dieser Weise Ermutigung und Stärkung gefunden, und Kinderarche-Vorstand Matthias Lang dankte Einrichtungsleiterin Annett Schreckenbach-Launhardt sowie allen Mitarbeitenden der MuK für ihre hochengagierte Arbeit, die sie Tag für Tag mit viel Leidenschaft und Herzenswärme tun. Im Anschluss erhoben die Gäste ihr Glas auf das Wohl der Mutter-Kind-Gruppe und wünschten alles Gute für die kommenden Jahre.

Teamleiterin Marian Goldammer-Tschinke hatte für die Mütter ein ganz besonderes Geschenk besorgt: Autogramm-Karten und CDs von Roland Kaiser, der fast selbst zum Fest erschienen wäre. Burgstädts Bürgermeister Lars Naumann ließ sich von Matthias Lang eine Kinderarche-Cap aufsetzen, das als Jubiläumsgeschenk für alle Kinder und Jugendlichen in Burgstädt gedacht war. Und auch die anderen Gäste wurden ihre Glückwünsche und Geschenke los, ehe sie sich in ein buntes Markttreiben mit Kaffee-/Kuchen-Basar, Hüpfburg, Glücksrad, Bastelmöglichkeiten, Fußball, Slackline und vielem mehr stürzten. Für die musikalische Unterhaltung sorgten DJ Tino und die interaktive Partyband Lattentatra.

Wir danken herzlich allen Helfern und Gästen für ein gelungenes Fest und freuen uns auf die nächsten zehn Jahre!