Staatssekretär Erhard Weimann besucht Kinderarche Sachsen

05. August 2019

Hoher Besuch aus Berlin kam heute in der Kinderarche Sachsen in Radebeul vorbei. Der Bevollmächtigte des Freistaates Sachsen beim Bund, Erhard Weimann, hatte sich zu einer Stippvisite angekündigt und brachte zwei Stunden Zeit und viel Interesse für die Arbeit des Vereins mit. In einer Gesprächsrunde erkundigte Weimann sich nach den Problemen der Kinder- und Jugendhilfe in Sachsen. Kinderarche-Vorstand Matthias Lang und Susan Gebhardt, Fachbereichsleiterin für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, erläuterten einige Schwierigkeiten.

So sorgt die neue Verwaltungsvorschrift des sächsischen Sozialministeriums für den Betrieb von Jugendhilfeeinrichtungen für große Bedenken. Darin ist eine maximale Gruppengröße von zwölf Kindern und Jugendlichen auf einen Erzieher festgelegt. „Damit lässt sich eine gute pädagogische Arbeit selbst im Normalfall, erst recht aber in der Krise nicht gewährleisten“, so Matthias Lang. Auch die fachliche Ausstattung intensivpädagogischer Wohngruppen, das schlechte Image der Kinder- und Jugendhilfe in der Öffentlichkeit und fehlende Anschlussmaßnahmen für Jugendliche ab 18 Jahren waren Themen des Gesprächs.

Erhard Weimann ermunterte die Gesprächsteilnehmer, sich nach der Landtagswahl mit der neuen Regierung zu diesen Themen auseinanderzusetzen.

Während eines Rundgangs durch die Wohngruppe „Weinberghaus“ konnte sich der Staatssekretär dann einen ganz praktischen Einblick in die Kinder- und Jugendhilfe verschaffen. Abschließend ging es noch in den „Kinderkreis Natur, Heimat und Gesundheit“ auf der Waldstraße, wo sich Erhard Weimann zu den Bedingungen der Arbeit in einer Kita erkundigte und von Matthias Lang und einigen Hortkindern mit einer Kinderarche-Tasse und Kinderarche-Wein verabschiedet wurde.