Kinderarche Sachsen e.V.

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Volles Haus in mittelsächsischen Kinderarche-Kitas

17. Februar 2021

Mit der Wiedereröffnung der Kitas im eingeschränkten Regelbetrieb am Montag sind die Häuser bis auf wenige Ausnahmen wieder komplett voll. Während zum Beispiel in der „Villa Kunterbunt“ in Freiberg etwa ein Drittel der Kinder in der Notbetreuung war, sind seit Montag etwa 90 Prozent wieder da. „Die meisten Kinder sind gut angekommen und freuen sich sehr, wieder hier zu sein“, schätzt Einrichtungsleiterin Anne Stahl ein, „nur den ganz Kleinen ist es schwergefallen, sich nach der langen Zeit wieder in die Strukturen der Kita einzufinden.“

Manche Eltern hätten ihren Kindern den Übergang erleichtert, indem sie sie am ersten Tag als Mittagskind abgeholt haben. „Viele Kinder sind aber auch gleich bis zum Nachmittag geblieben“, so Stahl, „weil die Eltern die Betreuung jetzt wirklich dringend brauchen.“

In der Kita „Sonnenblumenkinder“ in Naundorf ist der Unterschied vor allem im Hort zu spüren, wo die Zahl der betreuten Kinder von etwa zehn in der Notbetreuung auf jetzt wieder 70 bis 80 angestiegen ist. „Was die Zahl der Kinder betrifft, können wir von Normalbetrieb reden“, sagt Einrichtungsleiterin Isabel Garbatz. Ihre größte Herausforderung – und dies gilt für alle Kitas – ist die Personalplanung. Denn aufgrund der strikten Gruppentrennung kann sie Erzieher nur noch festen Gruppen zuordnen und nicht flexibel einsetzen.

„Viele meiner Mitarbeitenden sind sonst in verschiedenen Bereichen tätig“, so Garbatz, „das ist derzeit natürlich nicht möglich.“ Vor allem in den Randzeiten kann sie die Betreuung der Kinder nicht mehr abdecken, so dass die Öffnungszeit früh und nachmittags um jeweils eine Stunde eingeschränkt werden musste.

Im Christlichen Kinderhaus „Ankerplatz“ in Zethau sind seit Montag alle Kinder wieder da. „Eltern und Kinder haben sich riesig gefreut, dass wir unser Haus für alle öffnen dürfen“, sagt Leiterin Andrea Schmieder. Manche Krippenkinder konnten im Januar nicht eingewöhnt werden, weil sie keinen Anspruch auf Notbetreuung hatten. „Denen fällt es jetzt natürlich schwer“, beobachtet die Kita-Leiterin. Generell gilt: Je jünger die Kinder, desto mehr Zeit brauchen sie, sich wieder an die Vielzahl der Eindrücke in der Kita zu gewöhnen.

Von den Eltern wünscht sich Andrea Schmieder manchmal mehr Verständnis, dass ihr Kind jetzt erst mal Zeit fürs Ankommen in der Kita braucht. Und alle Kita-Leiterinnen wünschen sich, dass Eltern auf die Hygieneregeln achten. „Die Angst vor Ansteckung ist natürlich bei vielen unserer Mitarbeitender da, auch wenn überall die Freude über die Öffnung der Kitas überwiegt“, weiß Barbara Gärtner, Kita-Fachbereichsleiterin der Kinderarche Sachsen.

„Wir bitten deshalb alle Eltern, sich gut an die Regeln zu halten, damit wir Kitas aufgrund positiver Corona-Fälle nicht gleich wieder schließen müssen.“ Auch eine finanzierte Teststrategie für die Kita-Mitarbeiterinnen würde vielen eine größere Sicherheit bieten.