Wie aus Gedanken Berge werden

23. September 2020

Schon länger hatten wir im Kinder- und Jugendheim Burgstädt die Idee, dass ein kleiner Rodel- und Spielberg wunderbar wäre, denn das Gelände ist zwar schön und weitläufig, aber eben flach. Zum Rodelberg ist es immer ein bisschen weit im Winter und ehe man dort ist, geht die Sonne schon unter oder der Schnee ist weggetaut.

Da bekam der Satz: „Alles Schlechte hat auch etwas Gutes“ einen Sinn, denn nachdem uns die Januarstürme der letzten Jahre alle Fichten im Gelände umgeworfen und der Borkenkäfer sein Übriges getan hatte, gab es plötzlich eine ziemlich große freie Fläche im Park. Der Zufall wollte es, dass in diesem Jahr die Straße vor unserem Haus grundhaft ausgebaut wird. Kurzerhand fragten wir die Bauarbeiter, ob sie uns nicht helfen könnten, mit einer Baggerschaufel voll Aushub einen kleinen Rutschberg in unserem Gelände entstehen zu lassen.

Wir stießen auf offene Ohren, denn die Bauarbeiter der Chemnitzer Verkehrsbau GmbH hatten ein Herz für Kinder und gleich eine gute Idee, wie sie so einen Berg gestalten könnten. Von da an wuchs von Woche zu Woche langsam ein kleines Gebirge in unserem Park heran, welches dann auch noch bestimmte Ausformungen wie Waschbrett, Kurve und Schanze bekam, so dass sich auch die BMX-Radfahrer und Mountainbiker unter uns freuen konnten.

Zum Schluss wurde der Berg noch planiert und mit Grassamen versehen und jetzt im September ist es kaum zu glauben, dass an der Stelle mal nur flacher Boden war. So gut passt der neue Spiel- und Rodelhang in unser Parkgelände.

Am Herbstanfang weihten wir unseren Berg feierlich ein und gaben ihm den symbolischen Namen Ararat, weil das so schön zur Geschichte der Arche Noah passt. Es gab ein großes Dankeschön, einen Kuchen und ein Plakat mit Fotos von den Bauetappen für die Bauarbeiter, die uns dieses tolle Bauwerk geschenkt hatten.

Der neunjährige Jeramy eröffnete den Hang mit einer Seifenkisten-Fahrt, dann gab es Wettbewerbe mit den Bobby-Cars. Die Fahrradfahrer konnten alles ausprobieren, und für die etwas Größeren stand sogar ein Segway zur Verfügung. Es war viel Betrieb auf unserem Ararat und alle hatten sehr viel Spaß dabei. Auch das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite. Zum Abschluss grillten die großen Jungen der Regenbogengruppe für alle und es gab selbstgemachten Nudel- und Kartoffelsalat.

Wir danken herzlich allen, die uns geholfen haben, dass aus Gedanken Berge werden!

Unsere Kollegin Damaris Stiegler hat die Geschichte in einem Gedicht erzählt: