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Wohngruppe Lichtenstein baut Schneehöhlen

12. Februar 2021

Eine Schneehöhle zu bauen, ist nicht schwer und bietet sich dabei als wunderbares Bauprojekt an. Der Bau gelingt in der Regel nicht in einer halben Stunde. Die Bewohner der heilpädagogischen Wohngruppe Lichtenstein benötigten dafür etwa drei Tage. Alles, was dazu benötigt wird, ist natürlich eine Menge Schnee, wovon es zu Beginn der Woche reichlich gegeben hat. Aber auch Wissen, Zeit, Werkzeug wie Schneeschaufeln, Geduld und Kraft.

Der Winterdienst schüttete am Montagvormittag mehrere große Schneehaufen auf das Gelände der heilpädagogischen Wohngruppe. Als die Brüder Max und Moritz beim Schneeschippen geholfen haben, kam ihnen eine Idee: „Wir bauen eine Schneehöhle!“. Gesagt, getan. Jeder suchte sich einen großen Schneehaufen aus, dann bewaffneten sie sich mit einer großen Schaufel und gruben etwa einen Meter horizontal hinein. Innen höhlten sie den Schneehaufen aus, den anfallenden Schnee schippten sie raus. Immer wieder klopften sie die „Decke“ der Höhle fest, um die Stabilität zu erhöhen.

Als die anderen Mädchen und Jungen dies sahen, wollten sie ebenso eine Schneehöhle bauen. Dabei wollten auch die Jüngeren mithelfen. Selbstverständlich wurde auch ihr Rat bei der „Planung“ berücksichtigt. Mitreden dürfen, wie es gemacht wird, ist genauso wichtig wie das eigentliche Helfen. Je weiter sich die Kinder in die Schneehöhlen hineingearbeitet haben, umso fester wurde der Schnee. Dabei kamen die Kinder schnell ins Schwitzen. Je nach Größe des Schneehaufens wurde die Höhle ausgebaut, sogar mit „Zimmern“.

Am Ende war die Freude der Höhlenbauer groß, als die Schneehöhlen fertig waren und sie sich hineinsetzen konnten.

Zum Abschluss hat es noch ein interessantes Experiment gegeben: Wir füllten ein Glas mit Wasser und stellten es in die Schneehöhle hinein. Seltsamerweise ist das Wasser auch nach Stunden nicht gefroren. Wie geht das? Der Schnee isoliert sehr gut und in der Schneehöhle ist es deutlich wärmer als draußen. Und so schlug der vierzehnjährige Joshua vor: „Na dann holen wir mal die Schlafsäcke und Taschenlampen heraus, richten uns in der Höhle ein, denn hier schlafen wir heute Nacht.“

Dagegen sprachen „nur“ die Temperaturen um -13 Grad außerhalb der Höhle...