Kinderarche Sachsen e.V.

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Wohngruppe Niederbobritzsch feiert 20-jähriges Bestehen

25. Oktober 2019

Fröhliches Stimmengewirr, Lachen, Applaus, Geschirr-Geklapper und eifrige Hammerschläge drangen am Freitagnachmittag aus dem Garten der Talstraße 25 in Niederbobritzsch. Bei herrlichem Sonnenschein feierte die Kinderarche-Wohngruppe, die hier seit nunmehr 20 Jahren eine Bleibe hat, ihr Jubiläum. Zahlreiche Gäste waren der Einladung gefolgt und lauschten im Festzelt der Begrüßung von Einrichtungsleiterin Julia Pergande. Kinderarche-Vorstand Matthias Lang erinnerte an die Anfänge der Wohngruppe, die eigentlich in einem Objekt in Bräunsdorf untergebracht werden sollte. Alles war für den Umzug vorbereitet, die Sachen gepackt, die Möbel auseinandergebaut und auf Lkws verstaut. Das neue Objekt war jedoch alles andere als fertig, die Kabel stakten aus den Wänden, der Fußboden  war aufgerissen, die Tapete hing von der Decke. „Wir mussten den Umzug absagen und wieder auf die Suche gehen“, so Matthias Lang.

Henry Weyhmann, damals pädagogischer Leiter im Kinder- und Jugendhilfezentrum Bräunsdorf, ging auf die Suche, schaute sich in zahlreichen Orten unzählige Häuser an und wurde knapp ein Jahr später fündig. Mit tatkräftiger Unterstützung durch die Wohnungsgesellschaft der Gemeinde wurde die alte Schule in Niederbobritzsch saniert und ausgebaut und zum Zuhause auf Zeit für acht Jugendliche. Jetzt leben fünf junge Menschen in der therapeutischen Kleingruppe und fühlen sich in Niederbobritzsch sehr wohl.

Glückwünsche zum Jubiläum gab es vom Bürgermeister René Straßberger, der den Kindern eine Fahrt durchs Dorf im Cabrio in Aussicht stellte, vom 2. Beigeordneten des Landrates, Jörg Höllmüller, der ein Insektenhotel als Geschenk mitgebracht hatte, und von Sylvia Böhme von der Wohnungs- und Verwaltungsgesellschaft, die alle Kinder und Erzieher zu einem Ausflug in die Ausstellung "Ausgetrickst" im Schloss Augustusburg einlud und für die Neugestaltung der Kinderzimmer einen Scheck von 5.000 Euro überreichte.

Auch die Wohngruppen aus Seyde und Lichtenberg waren gekommen und überraschten die Jubilare mit einem Gedicht, selbst gemalten Bildern und einem geheimnisvollen Geschenk, das erst von einem zum anderen wandern musste, ehe Felix es zusammen mit Erzieher Tommy Mewes öffnen durfte. Drin war ein selbst gebackener Kuchen, der das reiche Buffet erweiterte, zu dem nach dem Festprogramm gerufen wurde.

Den ganzen Nachmittag über hatten die Gäste dann Zeit, sich das Haus anzuschauen, bei Kaffee und Kuchen ins Gespräch zu kommen, mit Hilfe der Kunsttherapeutin Anita Rempe eine Holzarche selbst zu bauen oder die Hüpfburg auszuprobieren. Für bunte Gesichter sorgten Bianca Beyer und Sylvia Schmieder aus dem Naturkinderhaus Mulda.

Zum Abschied erhielt jeder Gast einen Apfelsaft, den die Kinder dieses Jahr aufgrund mangelnder Äpfel leider nicht selbst gepresst, sondern sich von Nachbars besorgt hatten. Am naturpädagogischen Konzept will die Gruppe dennoch weiter festhalten. Vielleicht gibt es zum nächsten Fest dann wieder selbst gepressten Apfelsaft.