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Donnerstag, 22. Juli 2021
Freitag, 23. Juli 2021

Zethauer Familien weihen Mehrgenerationenplatz ein

30. April 2021

Der neunjährige Johannes muss nicht lange überlegen. „Die Geländestrecke ist total cool“, sagt er, „da kann man so schön drüber springen.“ Zum Beweis tritt er kräftig in die Pedale seines Fahrrades und heizt mit Karacho über die Erdhügel des neuen Zethauer Mehrgenerationenplatzes. Die ein Jahr jüngere Schwester Lena mag es nicht ganz so wild. „Mir gefallen die Rampen am besten, da kann ich mit Inlinern, Roller oder Fahrrad drüberfahren.“

Johannes und Lena kommen mit ihrer fünfjährigen Schwester Elisa oft zu dem Platz an der Turnhalle in Zethau, der seit November fertig ist und eigentlich zum traditionellen Familientag am 1. Mai feierlich eingeweiht werden sollte. Weil das aufgrund von Corona nun nicht stattfinden kann, haben sich am 29. April ein paar Zethauer Familien zu einer inoffiziellen Einweihung auf dem Platz getroffen.

Der Mehrgenerationenplatz ist eine Idee des Bündnisses „Zethau bewegt sich“, in dem unser Christliches Kinderhaus „Ankerplatz“, Gemeinde Mulda, Grüne Schule grenzenlos e.V., Kirchgemeinde, Freiwillige Feuerwehr, Sportvereinigung Zethau und Dorfclub gemeinsam Aktivitäten für das ganze Dorf planen und gestalten. Für dieses Engagement wurde das Bündnis im Jahr 2018 als einer von fünf Siegern mit dem Deutschen Kita-Preis geehrt. „Von Anfang an haben wir gesagt, dass wir das Preisgeld gern verwenden wollen, um etwas für die Familien im Dorf zu verbessern“, erklärt Kita-Leiterin Andrea Schmieder.

Weil es einen Spielplatz in Zethau schon gibt, entstand der Plan für einen Mehrgenerationenplatz. Mit einem Pumptrack – einer Hügellandschaft – und einer befestigen Verkehrsübungsflache ist der Platz nun auch für Jugendliche und sportliche Erwachsene attraktiv. Die drei Hindernis-Elemente auf der asphaltierten Fläche können bei Bedarf abgeschraubt werden, so dass der Platz auch für Dorffeste und andere Veranstaltungen geeignet ist.

„Zethau ist ein langes Dorf, jeder hat hier ein Fahrrad“, so Schmieder, „aber die Kinder konnten bisher nirgendwo das Fahrradfahren wirklich üben.“ Auf dem neuen Platz haben sie nun Gelegenheit dazu: die aufgemalten Verkehrszeichen auf der asphaltierten Fläche sind zum Einüben des Verhaltens im Straßenverkehr geeignet, auf den Rampen und Hügeln können die Kinder ihre Geschicklichkeit und die Sicherheit auf dem Fahrrad trainieren.

Bauherr für den Mehrgenerationenplatz war die Gemeinde Mulda, finanziert wurde das Projekt mit 85.000 Euro Fördermitteln von Bund und Land, 15.000 Euro Gemeindemitteln und dem Preisgeld des Bündnisses in Höhe von 10.000 Euro. Zusätzlich ist viel Eigeninitiative in das Projekt geflossen: So haben zwei Väter den Feinschliff für den Pumptrack vorgenommen, der Dorfclub hat sich um die Beleuchtung für den Platz gekümmert.

„Wir freuen uns, dass mit diesem Platz ein neuer Anziehungspunkt im Dorf entstanden ist, der schon jetzt intensiv von Familien, Kindern und Jugendlichen genutzt wird“, sagt Andrea Schmieder. „Wenn man nachmittags hier vorbeikommt, ist eigentlich immer was los.“