

Nachdem sich in den vergangenen Monaten schon die Erwachsenen Gedanken gemacht hatten, waren jetzt die Kinder und Jugendlichen nach ihren Ideen und Wünschen – vor allem bei der Umgestaltung des Außengeländes – gefragt.
Kinder bringen ihre Ideen für AnpaSo-Projekt in Kamenz ein
Nach der Auftaktrunde für das AnpaSo-Projekt für unser „Haus Kleeblatt“ im Februar gab es jetzt einen Workshop, in dem die Kinder zu Wort kamen. Ziel des vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) geförderten Projektes ist die Erstellung eines Klimaanpassungskonzeptes für unser Kinder- und Jugendheim in Kamenz.
Dazu fand am Nachmittag des 3. Juni ein Workshop mit zehn jungen Menschen aus den Wohngruppen statt. Neben der Einrichtungsleiterin Franziska Bönke stellten sich drei Expertinnen von Think Jena und dem Büro Freiräume Dresden den jungen Menschen vor und erklärten der Grund des Treffens. Sie erläuterten, wie sich das Klima in den zukünftigen Jahren verändern wird und dass es deshalb wichtig ist, dies bei der geplanten Sanierung des Hauses zu beachten.
Nachdem sich in den vergangenen Monaten schon die Erwachsenen dazu Gedanken gemacht hatten, waren jetzt die Kinder und Jugendlichen nach ihren Ideen und Wünschen – vor allem bei der Umgestaltung des Außengeländes – gefragt, in dem aktuell zum Beispiel nur wenig Schatten zu finden ist. In zwei Gruppen beschäftigten sich die jungen Menschen mit den Fragen: Was sollte aus eurer Sicht beachtet werden? Was braucht ihr, um euch wohlzufühlen und gute Beschäftigungen zu finden?
Die Mitarbeiterinnen von Think Jena begleiteten die jungen Menschen dabei. Sie hatten Pläne des Außengeländes und ausreichend Bastelmaterial mitgebracht. Alle machten aktiv und mit Freude mit und brachten ihre Wünsche und Ideen mit ein. Zum Beispiel wünschen sich die Kinder mehr verschattete Sitzgelegenheiten zum Verweilen und zusammen draußen Essen und eine befestigte Möglichkeit zum Fußballspielen.
Außerdem wollen sie gern mehr Bäume und Pflanzen, ein Baumhaus, Hängematten, eine Himbeerhecke zum Naschen und als Sichtschutz, überdachte Carports mit Solardach für die Fahrzeuge, damit es im Sommer nicht so heiß in den Autos ist, eine „Chillbase“ zum Zurückziehen für Groß und Klein sowie Gelegenheiten für Wasserspiele – natürlich am liebsten einen Pool.
Im Anschluss an das Arbeiten in den Gruppen stellten die jungen Planer ihre Ergebnisse in der großen Runde vor und überraschten die Erwachsenen mit ihren tollen Ideen. Diese werden nun von Think Jena und Freiraumplanung mitgenommen, verarbeitet und in das Konzept eingearbeitet.
Franziska Bönke bedankte sich ausdrücklich bei den jungen Menschen für ihr Mitdenken: „Es war toll zu sehen, wie viele Ideen aus euch herausgesprudelt sind und wie aktiv und mit welcher Freude ihr euch darauf eingelassen habt.“ Auch wenn der ein oder andere vielleicht nicht mehr da ist, wenn die Ergebnisse des Workshops umgesetzt werden, konnten die jungen Menschen wirksam werden und ihre Spuren hinterlassen für alle, die im „Haus Kleeblatt“ künftig leben und arbeiten.





