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Der  20-Jährige, der seit drei Jahren in seiner Freizeit eine Jugendmannschaft trainiert, ist mit den Kindern gern draußen, spielt Fußball, Fange und Verstecken, nutzt seine „junge Energie“...

„Es ist ein tolles Gefühl, wenn man merkt, dass es klappt“

Als Max in der zehnten Klasse auf der Suche nach einem Praktikum war, lag die Lösung im wahrsten Sinne des Wortes ganz nahe: Das Kinderhaus „Sterntaler“ befand sich direkt gegenüber seiner Schule und machte einen guten Eindruck. Also absolvierte Max hier sein erstes und dann auch sein zweites Schülerpraktikum. Als größter in der Familie hatte er ein Händchen für Kinder, spielte mit den kleinen „Sterntalern“ viel im Garten – Fußball, Fange und Verstecken – und winkte ihnen beim Vorbeigehen auch noch fröhlich zu, als das Praktikum längst vorbei war. 

Schon vor den Praktika hatte er mit dem Gedanken gespielt, Sport oder Soziale Arbeit zu studieren, danach wusste er, dass es Richtung Erzieher gehen sollte. Aber: Er war zu spät dran fürs Studium – und so legte er noch ein Jahr Bundesfreiwilligendienst ein – natürlich im Kinderhaus „Sterntaler“. „In diesem Jahr habe ich sehr viel für mich gelernt“, betont Max heute, „es hat mir einen Vorsprung im Studium verschafft und mir das Ankommen als Student erleichtert.“

Durch die Praxis bestens für die Theorie gerüstet

Inzwischen studiert der 20-Jährige im 3. Semester „Soziale Arbeit“ an der IU und fühlt sich durch die praktischen Erfahrungen bestens gerüstet. „Wenn wir in der Theorie etwas Neues lernen, dann habe ich immer ein Beispiel aus der Kita vor Augen“, erklärt er. Im ersten Semester zum Beispiel musste er eine Hausarbeit zu herausforderndem Verhalten schreiben – ein Heimspiel nach seinem Jahr Bufdi bei den „Sterntalern“. 

Wenn man ihn fragt, was ihm in der Kita gefällt, fangen seine Augen an zu leuchten. „Es ist toll, die Entwicklung der Kinder zu beobachten – viele habe ich ja schon eine ganze Weile begleitet“, erzählt er. Mit vielen Kindern hätte er schnell eine gute Beziehung gehabt, aber noch schöner sei es, wenn er zu den Kindern, die erst sehr zurückgezogen sind, nach und nach eine Bindung aufbauen kann. „Das hat manchmal ein halbes Jahr gedauert“, gesteht Max, „aber umso wertvoller ist ihr Vertrauen jetzt.“

„Man darf sich nicht aus der Ruhe bringen lassen“

Auf die Frage, was man als Erzieher mitbringen muss, ist seine Antwort: Ruhe! „Man darf sich nicht aus der Ruhe bringen lassen“, ist seine Erfahrung, „und sollte auch im größten Trubel einfach alles der Reihe nach machen.“ Auch Empathie ist nötig, denn nicht alle Kinder haben die gleiche Kindheit. „Es ist wichtig, die Umstände zu kennen und zu verstehen, weil man dann einschätzen kann, was ein Kind braucht“, findet der Student. Geholfen hätten ihm dabei vor allem die Kolleginnen im Team. „Allein ist es nicht zu schaffen“, betont Max.

Eine Lieblingstätigkeit hat der junge Mann nicht: „Mir macht alles sehr viel Spaß.“ Inzwischen traut er sich auch zu, selbst Morgenkreise zu gestalten: „Es ist ein tolles Gefühl, wenn man merkt, dass es klappt!“ Noch immer tobt er gern mit den Kindern rum, seine „junge Energie“ bricht sich dann doch manchmal Bahn. Das schönste Feedback ist es für ihn, wenn die Eltern berichten: „Mein Kind hat den ganzen Tag von Max erzählt.“

In seiner Freizeit spielt der angehende Erzieher gern und viel Fußball, trainiert seit drei Jahren eine Jugendmannschaft, geht mit seinen Freunden gern klettern und verbringt viel Zeit mit der Familie. „Ich bin sehr heimatverbunden“, sagt er, „und würde am liebsten auch nach dem Studium hierbleiben und als Erzieher im Kinderhaus ‚Sterntaler‘ arbeiten.“

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