

In fünf Stationen erarbeiteten sich die Kinder und Jugendlichen verschiedene Aspekte zum Thema Teilhabe und Beschwerde.
Gruppensprechertag 2026: "Wir haben was zu sagen!"
Unter dem Motto „Wir haben was zu sagen! Kinderrechte leben: Beteiligung stärken, Beschwerden ernst nehmen“ fand heute unser diesjähriger Gruppensprechertag statt. Trotz sommerlicher Temperaturen kamen zahlreiche engagierte Kinder und Jugendliche aus unseren Wohngruppen zusammen, um sich mit ihren Rechten, Beteiligungsmöglichkeiten und Beschwerdewegen auseinanderzusetzen.
Die Begrüßung übernahmen – wie bereits im vergangenen Jahr – unsere Vorständin Barbara Gärtner sowie unsere Psychologin Ute Troike. Gemeinsam führten sie in das Thema des Tages ein und stellten dabei auch unser neu gestaltetes Kinderrechte-Plakat vor. Dieses wurde nicht nur textlich gekürzt und übersichtlicher gestaltet, sondern zusätzlich mit einem QR-Code versehen. So haben alle Kinder und Jugendlichen mit Smartphone künftig die Möglichkeit, ihre Rechte jederzeit online nachzulesen und sich umfassend zu informieren.
Im Anschluss startete die Stationsarbeit. Die Kinder und Jugendlichen wurden in Gruppen eingeteilt und durchliefen verschiedene Stationen, an denen sie verschiedene Aspekte der Kinderrechte erarbeiteten.
An der ersten Station stellte Annegret Jansen von der Dualen Hochschule Breitenbrunn das Projekt „Peer to Peer“ vor. Ziel des Projektes ist es, junge Menschen dabei zu unterstützen, sich zu sogenannten Peer-Beraterinnen und Peer-Beratern auszubilden. Diese stehen den anderen aus der Wohngruppe anschließend als Ansprechpartner:innen auf Augenhöhe zur Seite und können innerhalb ihrer Peer-Group wichtige Unterstützung leisten.
Die zweite Station, geleitet von Christin Baberowski und Charlotte Reinke, widmete sich dem Thema interne Beschwerdemöglichkeiten. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie und wo sich Kinder und Jugendliche innerhalb unserer Einrichtungen beschweren können und welche Anlaufstellen sie als besonders hilfreich erleben. Genannt wurden unter anderem Streitschlichterinnen und Streitschlichter, Psychologinnen und Therapeutinnen, Geschwister in der Wohngruppe, der Kummerkasten sowie die Gruppensprecherinnen und Gruppensprecher.
An der dritten Station stand die Frage nach externen Beschwerdestellen im Mittelpunkt. Gemeinsam mit unserer Pädagogin Katharina Liebich diskutierten die jungen Menschen darüber, was ihnen bei einer externen Ansprechperson wichtig ist. Möchten sie anonym bleiben? Soll die Person vertraut oder eher unabhängig und fremd sein? Ist das Geschlecht der Ansprechperson von Bedeutung?
Die vierte Station wurde von Barbara Gärtner persönlich geleitet. Sie lud die Gruppensprecher:innen nicht nur in ihr Büro ein, sondern vor allem dazu, ihre Anliegen, Wünsche und Ideen direkt an sie heranzutragen. Unter der Überschrift „Was soll ich unbedingt von euch wissen, mitnehmen oder umsetzen?“ entstand auf einem Flipchart eine beeindruckende Sammlung von Themen, die mit jeder neuen Gruppe weiter ergänzt wurde.
An der fünften Station begrüßte die Sächsische Kinder- und Jugendbeauftragte Susann Rüthrich die jungen Menschen. Als direkte Ansprechpartnerin zwischen Kindern, Jugendlichen und Politik bot sie Raum für alle Themen, die die Teilnehmenden schon immer einmal an politische Entscheidungsträger:innen herantragen wollten. Die Liste war lang und vielfältig: Psychische Belastungen junger Menschen wurden ebenso angesprochen wie das Aufwachsen in einer Wohngruppe, in der man trotz Gemeinschaft immer auch Individuum.
Nach den intensiven Gesprächen folgte eine wohlverdiente Mittagspause im Schatten. Hier konnten sich alle stärken, austauschen und neue Energie für den weiteren Tagesverlauf sammeln. Im anschließenden Plenum ließen die Stationsleiterinnen die wichtigsten Ergebnisse noch einmal Revue passieren und stellten die zentralen Erkenntnisse der einzelnen Stationen vor.
Den sportlichen Abschluss bildete ein gemeinsamer Besuch im Superfly, bei dem Bewegung und Spaß im Vordergrund standen.
Wir bedanken uns herzlich bei allen Kindern und Jugendlichen für ihre Offenheit und ihr großes Engagement. Besonders bei den hohen Temperaturen war die konzentrierte Mitarbeit keine Selbstverständlichkeit. Ihr habt gezeigt, wie wichtig Beteiligung ist und dass Kinderrechte nicht nur auf dem Papier stehen, sondern aktiv gelebt werden müssen.









